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Leserbrief

Gratisfahrt mit Vorarlberger Jahresabo?

Herbert Elkuch, Landtags- abgeordneter (Neue Fraktion) | 18. Juni 2020

Die S-Bahn von heute bietet 18 Verbindungen zwischen Feldkirch und Buchs in den relevanten Morgen- und Abendstunden. Eine Erhöhung auf circa 48 Verbindungen pro Tag bedingt Investitionskosten von 73,1 Millionen Franken. Die Betriebs- und Unterhaltskosten steigen von 250 000 auf veranschlagte 2 000 000 Franken im Jahr. Wobei die 2 000 000 Franken nur eine Schätzung sind. Eine Kalkulation werde erst gemacht, wenn das Volk ja stimmt. Die wahren Kosten sind vor der Abstimmung unbekannt. Im Jahr 2018 benutzten an Werktagen von Buchs Richtung Schaan 171 Personen die Bahn und von Feldkirch Richtung Liechtenstein 434 Personen. Eine Erhöhung von 18 auf 48 Fahrten mag eine Erhöhung der Fahrgäste bedeuten. Jedoch, nachdem die heutige S-Bahn nach 20 Betriebsjahren nicht mehr Fahrgäste angezogen hat, wird der Zuwachs an Fahrgästen sich in Grenzen halten.
Aufgrund der hohen Investitions- und jährlichen Betriebskosten stellt sich die Frage, wie viel tragen die Benutzer zur Finanzierung bei, zumindest diese Bahn hauptsächlich den Pendlern dient. Pendler fahren fast immer mit einem Jahresabo. In Vorarlberg ist das Jahresabo «Maximo» sehr beliebt. Müssen die Vorarlberger mit dem Maximo-Abo für die Benutzung der S-Bahn Liechtenstein einen Aufpreis zahlen? Dazu eine klipp und klare Antwort der Regierung: Das «Maximo-Abo» gilt ohne Aufpreis für die S-Bahn bis Buchs. Als Ausgleich gilt das LIEmobil-Jahres-Abo für die Eisenbahnstrecke bis Feldkirch. Für diese gegenseitige Anerkennung fliesst kein Geld. Gut, dass der Stimmbürger das letzte Wort hat.

Herbert Elkuch, Landtags- abgeordneter (Neue Fraktion)

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