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Leserbrief

Gratis Bus fahren

Franz Schädler, Rossbodastrasse 27, Triesenberg | 17. Juni 2020

Das wurde schon mehrmals von Bürgern gefordert.
Die neueste Variante lesen wir im «Mobilitätskonzept 2030», in der eine Umfrage zitiert wird aus der hervorgeht, dass 57 Prozent der Befragten angeben, sie würden den öffentlichen Verkehr vermehrt nutzen, wenn er kostenlos wäre.
Auch die Ausweitung der Schülerabos auf die Wochenenden wäre ein Entgegenkommen an die Familien und würde sicherlich die eine oder andere Freizeit-Autofahrt ersetzen.
Es stellt sich schon längst die Frage, wieso wir in so einem kleinen Land für die Busverbindungen vier Verkehrszonen brauchen. Was ist das für ein Konzept?
Um eine positive Resonanz zum Mobilitätskonzept zu bekommen, muss es auch eine Möglichkeit sein, gratis Busfahrten ins Gesamtkonzept zu integrieren.
Die jährlichen Kosten von 3,5 Millionen Franken sollte uns das wert sein. Durch den Wegfall des Kassierens und der Kontrollen können die Wagenführer entlastet und die Fahrzeiten verkürzt werden, was allen Benützern nur Vorteile bringen würde.
Doch was machen die Politiker, nebst dem Ausbau der S-Bahn für 71 Millionen?
Alles, was nicht in ihre Vorstellung passt, wird als unnötig vom Tisch gewischt oder zur Abklärung in Kommissionen abgeschoben, damit sie dann in den Schubladen entsorgt werden können.
Die neueste Variante lesen wir ebenfalls im Mobilitätskonzept der Regierung. LIEmobil und ABI werden beauftragt, bis circa 2025 eine Studie zu erarbeiten, um die Effekte eines Verzichts auf ÖV-Tickets und die Nutzung des ÖV zu erheben.
Die einjährige Versuchsphase, 1988 ein Jahr «Nulltarif», wurde innert kurzer Zeitspanne beerdigt und liegt mittlerweile über 30 Jahre zurück. Wurden damals keine Untersuchungen vorgenommen?
Mittlerweile wissen wir, dass die «sogenannten» Berater der Regierung – VCL, LGU, ja die LIEmobil selbst – sich gegen einen Gratis-Bus aussprechen. Warum, was sind die Beweggründe ?
Als Alternative zur vorgeschlagenen Studie sollte die Regierung mit Mut und Weitsicht (nicht Engstirnigkeit) vorangehen und ab 2021 Gratis-Bus in Liechtenstein einführen.
Ende 2025 könnte dann die Auswertung dieses Versuches analysiert werden um die zukünftigen Weichen zu stellen.
Auch für die Abstimmung vom 31. August über die 71 Millionen Franken wäre das ein Zeichen, dass die Politik nicht nur Grenzgänger und Pendler, sondern auch Kinder, Familien und Rentner auf dem Radar hat.

Franz Schädler, Rossbodastrasse 27, Triesenberg

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