Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Fakten beschweigen

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, 9494 Schaan | 17. Juni 2020

Nicht, dass es mich überrascht hätte, dass uns Frau Fleisch die Belege für ihre Unterstellungen schuldig geblieben ist. Die eine oder andere Gesetzmässigkeit hat eben auch für sie und ihre Anhängerschaft ihre Gültigkeit. Wo nichts ist, gibt es auch nichts zu beweisen! Das hat nichts mit irgendwelchen «veralteten Stereotypen» zu tun und schon gar nicht mit dem hinterhältigen Unfug eines «systemischen Rassismus», wie in einem Leserbrief behauptet wurde. Dabei wird unterstellt, dass insbesondere die westlichen Gesellschaftssysteme (Ausgerechnet!? Und trotzdem wollen alle in diese Höllen, nach Europa und in die USA?) von Natur aus – also quasi zwangsläufig – rassistisch seien. Durch diese permanente Diskreditierung soll es zu einer Art Umkehr der Beweislast kommen. Diese liegt nun nicht mehr, wie in einem Rechtsstaat, der diesen Namen verdient, bei denen, die Antisemitismus, Rassismus, oder irgendwelche anderen Formen der Diskriminierung in den Raum stellen, sondern der unorganisierte Grossteil der Gesellschaft wird von diesen Leuten und ihren Vertretern in der Politik und in den Medien, nach Belieben vor sich hergetrieben und von einer Ecke in die nächste gejagt, wie eine Herde Schafe. Es entwickelt sich ein ungleiches Spiel, vielmehr ein Kampf, der nicht zu gewinnen ist. (Sofern man dumm genug ist, sich darauf einzulassen!) Wie also sieht es im Lande nun aus, bezüglich der von Frau Fleisch berichteten «starken Zunahme in den letzten Jahren» von Rassismus und den sonstigen Feindlichkeiten aller Art? Nehmen wir den Monitoringbericht 2018 des Liechtenstein-Institut zum Thema «Extremismus in Liechtenstein». Dort lautet das Fazit auf Seite 7: «Wie in den Jahren zuvor kann auch (…) 2018 (…) als ruhiges Jahr bezeichnet werden. Seit mehreren Jahren sind (…) weder grössere Gewaltvorfälle noch strafrechtlich relevante Ereignisse mit extremistischem Hintergrund zu verzeichnen.» Nehmen wir den Jahresbericht 2019 der Landespolizei. Dort finden sich die Begriffe nicht einmal. Allenfalls zum Thema «Rechte Gewalt» (Weil «Rechts», normalerweise exklusiv zuständig für Sauereien!) finden wir auf Seite 19: «Wie in den Jahren zuvor kann auch (…) 2019 (…) als ruhiges Jahr bezeichnet werden. Seit vielen Jahren sind (…) weder grössere Gewaltvorfälle noch strafrechtlich relevante Ereignisse mit rechtsextremem Hintergrund zu verzeichnen.» Das «Liechtensteiner Vaterland» erwähnt am 10. Juni 2020 auf Seite fünf, vier Verurteilungen im Zusammenhang mit Diskriminierung. Und zwar in einem Zeitraum von achteinhalb (!) Jahren! So viel zu den Fakten, die Frau Fleisch offensichtlich unbedingt beschweigen möchte!

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, 9494 Schaan

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung