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Leserbrief

Geht es um Rassismus?

Tarik Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg | 5. Juni 2020

Aufgrund eines neuen Falles von Polizeibrutalität an einem Afroamerikaner in Minneapolis ist nun auch bei uns eine regelrechte Welle der Solidarität angekommen. Die Rede ist von der aktuellen «Black Lives Matter»-Bewegung. Nach tödlichen Schüssen auf einen Afroamerikaner in der US-Stadt Charlotte, kam es bereits im August 2014, unter Barack Obama, zu schweren Unruhen. Doch als Aussenstehender muss man aufpassen, dass man sich nicht zu stark in die inneramerikanischen Konflikte einmischt und mit allzu schnellen und drastischen Zuschreibungen Diagnosen erstellt. Natürlich ist die Ursünde der Sklaverei und des Rassismus, in einem gewissen Ausmass, immer noch präsent. Es gilt jedoch Vorsicht, wenn unsere europäischen Meinungsmacher und Journalisten allzu zeigefingerhaft den Moralapostel zu spielen versuchen. Was als friedlicher Protest begonnen hatte, entpuppte sich schnell als anarchistische Gewalt in amerikanischen Grossstädten. Zurecht sind viele Amerikaner über den Tod von George Floyd angewidert und empört. Es kann jedoch nicht zugelassen werden, dass die berechtigten Trauernden und friedlichen Demonstranten von einem terroristischen Mob übertönt werden. Es ist nun mal so, dass die grössten Opfer der Unruhen friedliebende Bürger sind. Wer in den USA Brände legt, Geschäfte plündert und dies auch noch gutheisst oder Verständnis aufbringt, ist ein verabscheuenswerter Terrorist. Es ist des US-Präsidenten oberste Pflicht, das amerikanische Volk zu verteidigen und die Gesetze der Nation aufrecht zu erhalten. So hat sich Donald Trump selbst als Verbündeter aller friedlichen Demonstranten bezeichnet. Um die Sicherheit in den USA wiederherzustellen, müssen die aktuellen Plünderungen, Brandstiftungen und die mutwillige Zerstörung von Eigentum schnellstmöglich beendet werden. Auffällig, dass gemäss des «Wall Street Journal» in demokratisch regierten Städten die Unruhen schlechter unter Kontrolle zu bekommen sind und damit die Vermutung nährt, dass Politiker solche Unruhen zulassen, um damit das Ganze auch noch medial und politisch zentriert gegen Donald Trump zu instrumentalisieren, dem man irgendwie anzulasten versucht, für diesen Ausbruch der aufgestauten Wut und Gewalt verantwortlich zu sein. Bemerkenswert ist eine Statistik des FBI, die zeigt, dass im Jahr 2018 insgesamt 234 Afroamerikaner von Weissen ermordet wurden, während die Anzahl an Morden von Afroamerikanern an Weissen mit 514 über mehr als dem Doppelten liegt. Es wird dabei gerne ausser Acht gelassen, dass die Schwarze Bevölkerung in den USA nur 13 Prozent beträgt und die Kriminalität trotzdem 10 Mal höher ist.

Tarik Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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