Leserbrief

Was dahintersteckt

Max Matt, Im Moosacker 28, Altstätten | 29. Mai 2020

Ein Staatsvertragsentwurf zum Rhein wurde nach Wien und Bern übermittelt, berichten die Medien. Wie der Titel suggeriert, soll der Rhein von Oberriet bis zum Bodensee mit einem Hochwasserschutzprojekt sicherer gemacht werden. Dieser Schutz wird doch seit bald 50 Jahren gewährleistet, oder etwa nicht? Was aber hinter dem Hochwasserschutzprojekt «Rhesi» steht, das müssen die Leute wissen, ist ein viel grösseres Projekt. Der Rhein soll naturnah umgebaut werden, so wie der Rhein bis vor mehr als einem Jahrhundert dem Bodensee zufloss. Senkt in Wirklichkeit dieses Projekt nicht gerade den Hochwasserschutz? Oder soll der Hochwasserschutz bewusst mit grossem Aufwand pro Jahr aufrecht erhalten werden?
Man lese bitte genau, was zum Staatsvertrag von 1954 mit Österreich geführt hat. Mit diesem weiteren Staatsvertrag wurde zum Hochwasserschutz die letzte, wichtigste Bauetappe in Angriff genommen. Gegen die ständige Erhöhung der Rheinsohle von Oberriet bis zum Bodensee musste der Rhein mit Innenwuhren eingeengt werden.
Zu diesem Bauabschnitt berichtete 1967 zum 50-jährigen Bestehen des Rheinverbandes der damalige Obering. H. Bertschinger in einer Zeitschrift. «Nach einer langen Bauzeit, die voraussichtlich im Jahre 1973 zum Abschluss kommt, erscheinen die Hochwasserprobleme am Rhein erfolgreich gelöst zu sein für einige Generationen.»
In den vergangen Jahrzehnten wurden neue Generationen geboren. Sie sehen offensichtlich wiederholenden Aufwand und Sicherheit anders. So wie geplant ist, wird der Hochwasserschutz, nach langen Jahren der Erfahrung, grosse Probleme machen.

Max Matt, Im Moosacker 28, Altstätten

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