Leserbrief

Rheindamm voller Zecken

Erich Chudy, Im Sand 17, Triesen | 27. Mai 2020

Wenn man mit den Hunden am Rheindamm spazieren geht, vergeht kein Tag, an dem sie nicht voll mit Zecken retour kommen. Was auch nicht verwunderlich ist, da sich anscheinend niemand für das Wiesenmähen verantwortlich fühlt. Warum auch immer. Das Futter steht ja erst 50 Zentimeter hoch. Anscheinend gibt es Geld dafür, dass man nicht zu früh mäht, ob es dann auch was gibt, wenn man sich als Mensch ansteckt? Aber das ist anscheinend nicht so wichtig, man muss ja den Kot von den Hunden nicht mehr einsammeln, weil man ihn im tiefen Gras sowieso nicht mehr findet. Und man sich als normaler Mensch ja auch keine Zecken einfangen will.
Lyme-Borreliose (oder Frühsommer-Meningoenzephalitis, FSME) kann durch die Zecke auf den Menschen übertragen werden. Gegen FSME gibt es die Möglichkeit, sich mit einer Impfung zu schützen, was bei Lyme-Borreliose nicht der Fall ist. Die durch Bakterien übertragene Lyme-Borreliose ist die häufigste durch die Zecke übertragene Krankheit und führt zu vielschichtigen Symptomen. Im Frühstadium kann es zu einer wandernden Hautrötung (Wanderröte) kommen mit begleitenden grippeähnlichen Symptomen. Im Spätstadium kommt es häufig zu einer Streuung in den ganzen Körper mit möglichen chronischen Entzündungen von Gelenken, des Nervensystems, der Haut und des Herzens. Die Erreger kommen in der ganzen Schweiz bis auf eine Höhe von 1300 m ü. d. M. vor. Gegen Borreliose ist keine Schutzimpfung verfügbar!
Irgendeine Person von den Gemeinden oder Ämtern kann vielleicht beantworten, warum bewusst Mensch und Tier gefährdet werden.


Erich Chudy, Im Sand 17, Triesen

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