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Leserbrief

Nachhaltige Verkehrszukunft?

Rainer Batliner Goldene Boos-Gasse 41, Eschen | 18. Mai 2020

Die nachhaltige Entwicklung ist die allgemein anerkannte Leitidee für die politische und gesellschaftliche Zukunft. Selbst Banken in Vaduz werben heute für nachhaltige Investitionen. Mit der nun propagierten Förderung sämtlicher Verkehrsträger zu gleichen Teilen werden nur grössere Kapazitäten geschaffen, aber keine Notwendigkeiten zur Verhaltensänderung.
Das Amt für Statistik ermittelt und bewertet u.a. die Nachhaltigkeit des Personenverkehrs. Danach ist «Für eine effiziente und umweltverträgliche Bewältigung der zunehmenden Mobilität eine Verschiebung der Verkehrsmittelwahl zugunsten des öffentlichen Verkehrs eine wichtige Voraussetzung. Der Bereich Mobilität zeigt eine negative Entwicklung, das heisst weg von der Nachhaltigkeit.» Damit bestätigt das Amt sinngemäss die Forderungen des VCL und der LGU nach einer Verkehrswende. Der Anteil des Auto-Personenverkehrs am Gesamtverkehr ist seit dem Jahr 1970 im Steigflug. Damals betrug sein Anteil 46 Prozent und wuchs zum Jahr 2000 auf 72 Prozent. Auch im neuen Jahrtausend ist die Automobilität gewachsen, inzwischen auf 75 Prozent. Der überbordende Verkehr auf unseren Strassen steht in engem Zusammenhang mit der Schaffung von Arbeitsplätzen. Seit 1990 wurden mehr als 20 000 Arbeitsplätze geschaffen. Dies ergibt einen Zuwachs beim täglichen Verkehr von rund 15 000 Autos zu den Stosszeiten! Und diese Entwicklung soll nun mit der neuen Verkehrsstrategie fortgesetzt werden? Unser Wohlstand ist mit dem masslosen Wachstum längst nicht mehr zu steigern. Wir brauchen eine grössenverträgliche Wirtschaft mit einer gesunden Entwicklung und für die Bewältigung des Verkehrsaufkommens eine nachhaltige Mobilität.

Rainer Batliner
Goldene Boos-Gasse 41, Eschen

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