Leserbrief

Etwas mehr Weitsicht, bitte!

Bruno Meier, Brata 17, 9493 Mauren | 15. Mai 2020

Der Umweltschutz hatte mit unseren Regierungen und unserem Landtag noch nie eine grosse Lobby. Nun kommt ein weiterer Rückschritt dazu: Der Landtag beabsichtigt im Zuge des Mobilitätskonzepts 2030 das Verbandsbeschwerderecht nach Naturschutz- und Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz einzuschränken.
Das Verbandsbeschwerderecht in der jetzigen Form ist notwendig und hat sich sehr bewährt. Es dient in erster Linie dazu, Umweltschäden bei Eingriffen in die Natur und bei Grossbauprojekten zu minimieren. Durch die mit dem Verbandsbeschwerderecht einhergehenden Mitsprachemöglichkeiten können Verfahren sogar zügiger abgewickelt und Einsprachen vermieden werden. Die meisten Einsprachen kommen zudem von Privaten und nicht von den Verbänden.
Das Mobilitätskonzept zeigt einige gute Ansätze; aber was ist dieses Mobilitätskonzept wert, wenn als erste Massnahme der Umweltschutz geschwächt werden soll? Ist schon jetzt klar, dass gewisse Massnahmen des Konzepts einer seriösen Umweltverträglichkeitsprüfung gar nicht standhalten? Ist das Ausblenden des Umweltschutzes wirklich zukunftsorientiert und weitsichtig? Ist nicht gerade der Umweltschutz von übergeordnetem, dem Allgemeinwohl dienenden Interesse?
Es ist erschreckend und beschämend, wie die Mehrheit unserer Volksvertreter und Volksvertreterinnen mit dem Schutz unseres Lebensraums umgehen.

Bruno Meier, Brata 17, 9493 Mauren

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung