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Leserbrief

Exekutive setzt sich ein Königreich

Roger Frick, Oberfeld 76, Triesen | 9. Mai 2020

Jedes einzelne Schicksal ist für eine Familie schrecklich. Kein Thema. Dennoch rege ich mich auf. Weshalb?
Gemäss «New York Times» gab es in dem von ihr untersuchten Land vom 1. Oktober 2019 bis 22. Februar 2020 ungefähr 32 bis 45 Millionen Grippepatienten, davon besuchten 14 bis 21 Millionen einen Arzt. Davon mussten etwa 310 000 bis 560 000 in ein Spital, davon starben etwa 18 000 bis 46 000 an Grippe. Das heisst, wir haben eine Todesrate von 3 bis 15 Prozent, je nachdem wie man die Statistik aufbereiten will.
Wir haben keine Ahnung, wer COVID-19 hat, weil wir uns nicht testen lassen dürfen. Zum Arzt kann man auch nicht, wenn man ein schlechtes Gefühl hat. Also muss die zuvor besagte Statistik auf die Spitalaufenthalte zugreifen.
In Italien sind circa 92 Prozent der COVID-19 Fälle mild. Italien hat die wohl älteste Wohnbevölkerung. In Italien haben sich knapp 16 Prozent der Bevölkerung in der Grippesaison 2018 bis 2019 impfen lassen.
COVID-19 verhält sich wohl etwas anders als die Grippe, aber letztendlich tangiert es eine Bevölkerung wohl nicht viel anders. Behaupte ich.
Anfänglich dachte ich, es geht darum, die Infrastruktur für die etwas andere Art an Erkrankung bereitzustellen, wie zum Beispiel Lungenbeatmungsgeräte, und den kleinen Teil der exponierten Personen zu schützen. Das sollte geschehen sein.
Also wozu weiterhin die Wirtschaft und Verfassungsrechte totschlagen? Das verstehe ich nicht. Macht keinen Sinn. Kein Wunder, dass die Politik weltweit unglaubwürdig ist. Die Exekutive setzt sich ein Königreich «Der König bin ich!» (Verordnung – Umsetzung – Busse) – Irgendwie passt das in die generellen Tendenzen.

Roger Frick, Oberfeld 76, Triesen

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