Leserbrief

Öffnung des Freibads vorbereiten

Peter Marxer, Im Rehwinkel 10, Vaduz | 9. Mai 2020

Am Freitag, den 8. Mai, war die Eröffnung des Schwimmbads Mühleholz vorgesehen. Leider blieben bisher Informationen aus, wann und welcher Form es eine Eröffnung geben könnte und ich war schon erstaunt, dass das verantwortliche Personal auch keine Informationen hat. Erwähnt wurde nur kurz an einer Pressekonferenz, dass es vorläufig noch keine Öffnung gibt.
Klar war auch mir, dass ein Termin vor dem 8. Juni unrealistisch ist. Mit dieser Information gab es aber doch einige Bemerkungen, die darauf hinweisen, dass einiges nicht richtig verstanden wird. Grundsätzlich ist unumstritten, dass Schwimmen zu den gesündesten Bewegungsarten zählt. Ein geschlossenes Freibad hat Auswirkungen auf die Gesundheit und Krankheitskosten. Speziell gilt das auch für die sogenannte Risikogruppe, aber auch für viele andere. Dass das Virus im Schwimmbadwasser noch ansteckend sein könnte, ist mehr als unwahrscheinlich. Kein Grippevirus hat das je geschafft. Wenn das Virus so aggressiv wäre, dann müssten heute bereits 90 Prozent der Bevölkerung erkrankt sein.
Im Gegensatz zu den Sportarten Joggen, Radfahren usw. wird bei Begegnungen im Wasser weder jemand angehustet oder angeatmet. Schwimmer atmen bekanntlich unter Wasser aus und heben je nach Schwimmart kurz den Kopf zum Einatmen seitlich rückwärts oder nach vorne aus dem Wasser.
Ich war in den vergangenen Jahren während der Badesaison jeweils an 80 bis 90 Tagen im Freibad.
Erfahrungsgemäss sind am Vormittag zwischen 10 bis kurz vor 12 Uhr sehr wenige Schwimmer im Freibad und ausser an wenigen Tage konnte ich zwischen verschiedenen Bahnen wählen. Die Besucherzahl kann man relativ problemlos beschränken. Man muss nur berücksichtigen, dass 1000 Besucher nicht gleich 1000 Anwesende sind. Für die Zählung gibt es einfache Methoden, aber man sollte das jetzt vorbereiten. Es lässt sich im Bedarfsfall auch feststellen, wer und wann das Freibad besucht hat. Problemzonen sind Umkleidekabinen und Toiletten. Aber auch hier gibt es Lösungen mit Aufsicht. Natürlich kostet das etwas, aber sonst können die Kosten für die Gesundheit ja nicht hoch genug sein.
Ich habe einfach das Gefühl, dass die sogenannte Risikogruppe einfach zu Hause bleiben soll und warten, bis sie endlich stirbt. Das aber auf keinen Fall am Virus, denn dann könnte man der Politik einen Vorwurf machen.

Peter Marxer, Im Rehwinkel 10, Vaduz

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