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Leserbrief

Landtagssitzung

Dr. med. univ. Harald R. Eckstein, Facharzt für öffentliches Gesund-heitswesen, Facharzt... | 8. Mai 2020

Als Bürger war man gespannt auf diese Landtagssitzung. Zumal im Punkt Coronakrise.
Als Facharzt schweige ich über die Vielzahl der Fehlentscheidungen. Kompetenz ist nicht erwünscht.
Aber als Bürger wundert es mich sehr, dass Regierung und Parlament sich so einig sind, über die so gute Bewältigung der Krise.
In dieser wichtigen Sitzung fragt kein Volksvertreter nach der Legitimation, etwa 37 000 Bürger in Liechtenstein einzusperren wegen circa 80 Infizierten, ein oder zwei davon schwer erkrankt. Auch nach zwei Monaten ist von den vielen beteiligten Personen im Landtag und Regierung niemand und keiner in der Lage, die Frage zu stellen, ob das verhältnismässig ist.
Das wichtigste Grundrecht und weitere Rechte wegen möglicherweise zwei Schwererkrankten (wie in der Sitzung dargestellt), über 2 Monate für alle etwa 37 000 Einwohner Liechtensteins einfach ausser Kraft zu setzen, ist sehr, sehr bedenklich.
Abgesehen davon, dass offenbar das niemandem auffällt, frage ich nach: ist das verhältnismässig?
Für mich war es das bei weitem nicht. Es war und ist ein Anschlag auf die Demokratie und die elementarsten Volksrechte.

Dr. med. univ. Harald R. Eckstein, Facharzt für öffentliches Gesund-heitswesen, Facharzt für Allgemein-medizin, Sozialmedizin, Rätikon-strasse 37, Vaduz

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