Leserbrief

LIEmobil – Schäm dich!

Otto Beck, Bergstrasse 119, Triesenberg | 27. Februar 2020

Der heute (am Mittwoch, Anm.) im «Vaterland» abgebildetes LIEmobil-bus, vollgepflastert mit Casinowerbung, ist einfach grausig und nicht mehr als Linienfahrzeug zu erkennen. Ebenso die anderen, egal ob weiss, hellblau, grün, rot oder das hässliche, doppelstöckige, schwarze Ungetüm. Auf dem pinken Bus wird sogar zum Dicht-Auffahren aufgefordert: «Bleib dicht hinter mir.» Teilweise sind Fensterflächen beklebt, was neben Sichtbehinderung auch ein Einschlagen der Scheiben im Unglücksfall erschweren würde. Das ist doch aufdringliche Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln und gesetzlich untersagt im Geldspielgesetz.
Unsere Busse sind lime, sehr schön und sofort als ÖV-Fahrzeuge zu erkennen. Nichts gegen etwas Heckwerbung, aber diese Vollbeklebungen sind schrecklich.
Schaut über die Grenze, die Busse der VVV, der Landbus, fast identisch limefarben, der Stadtbus Feldkirch gelb. Ohne, oder nur mit etwas Eigenwerbung. Auch die ÖBB fährt werbefrei durch unser Land.
Die könnten das Werbegeld sicher auch gebrauchen, sind sich aber zu schade, ihre ÖV-Flotte derart zu verunstalten.
Falls LIEmobil ohne diese Einnahmen nicht bestehen kann, soll der Staat die Subvention etwas erhöhen. Ich fürchte, es wird sich nichts ändern, wir sind zu geldgierig. Aber ausgerechnet für diese Spieltempel zu werben, die so viel Leid verursachen mit irgendwelchen Hintermännern, das ist einfach voll daneben. Und mit dieser Meinung bin ich in guter, grosser Gesellschaft.

Otto Beck, Bergstrasse 119, Triesenberg

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