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Leserbrief

«Richtige» Leute?

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 8. Februar 2020

Im «Schweizer Bauer» kommt wegen des Klimawandels auf der Titelseite vom 20. Januar Tobias Brosch von der Uni Genf zu Wort. Und der hat es bezüglich diesem super drauf, indem er feststellt, dass das menschliche Gehirn den Klimawandel nicht versteht. 400 Studien aus Psychologie, Neurowissenschaften, affektiven Wissenschaften und der Verhaltensökonomie würden das beweisen. Da fragt man sich, welcher restliche Teil des menschlichen Körpers ersatzweise, wenn nicht das Gehirn, diesen Klimawandel verstehen soll? Das Knie, der Kuttelsack, der Solarplexus oder gar das «Födla»? Und es kommt noch fetter, denn Broschs Arbeit ist Teil der Genfer Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik (GSPI), deren Ziel es ist, veröffentlichte wissenschaftliche Literatur auf einem bestimmten Gebiet zu synthetisieren, zu popularisieren und an die «richtigen» Leute, wer immer das sein mag, weiterzugeben. In der Chemie bedeutet «synthetisieren», aus einfachen Bestandteilen eine komplexe Verbindung aufbauen. «Et voilà» – das ist es. Es geht also ganz offensichtlich darum den Klimawandel dermassen komplex und populistisch darzustellen, damit ihn nur noch die «richtigen» Leute verstehen. Dabei ist alles so einfach. Das Klima ändert sich immer. Es wird wärmer, dann kälter und es gibt globale Wetterphänomene, worauf der Mensch keinen Einfluss hat. Das Ozonloch verschwindet, die Sahelzone ist wieder grün, das Waldsterben Geschichte, die arktischen Eismassen wachsen kräftig und der Meeresspiegel will ums Verrecken nicht steigen. Wo doch vor acht Jahren der Schellnhuber vom Potsdamer Institut für Klimaforschung noch behauptete, dass bis im Jahre 2020 die Meeresspiegel bis 20 Meter ansteigen würden. Reizvoll an diesen hirnfernen «Synthesen» ist natürlich die Überleitung des europäisch hysterischen Klimawahns in eine bequeme Abzocke durch CO2-Abgaben. Diese einzutreiben geht am einfachsten, indem man den Bürger mit Schuld belädt, von der er sich dann freikaufen kann. Dabei steht die Erde längst in ihrem Todeskampf. Aber mit dem ist kein Geld zu verdienen. Überbevölkerung, Überfischung, Überdüngung usw. Die Top der 10 schmutzigsten Flüsse: Jangtse 333 000, Ganges 115 000, Xi 73 900, Huangpu 40 800, Cross 40 300, Bratas 38 000, spülen zusammen 641 000 Tonnen Plastik jährlich in die Meere und die Welt schaut feige weg. Von der europäischen Schande, der Müllkippe für Elektroschrott in Accra, ganz zu schweigen. Diese Schande versteht jedes «Födla», nur nicht das Hirn, Herr Brosch.

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern

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