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Leserbrief

Anständige AHV-Rente? Wird so nie der Fall sein

Silvia Ritter, Rennhofstrasse 39, Mauren | 6. Februar 2020

Immer wieder tauchen die The- men AHV-Rente, AHV-Ergänzungsrente, Steuern und Bauboom auf.
Wer dem Artikel im «Volksblatt» vom 19. Dezember Aufmerksamkeit geschenkt hat, las, dass Massnahmen zur langfristigen Sicherung der AHV nötig würden.
Es gäbe genug Möglichkeiten beziehungsweise Geld, das jährlich durch Mehrwertsteuer, Casinoabgaben und weitere Steueren eingenommen wird, um für die Renten vorzusorgen. Die jetzigen Steuerzahler und Nachkommen zahlen ja auch laufend ein, obwohl die Rechnung der AHV nie aufgehen wird, wenn man die Beiträge hochrechnet auf die Jahre, die der/die AHV-Pflichtige bis zur Pensionierung einbezahlt. Wenn man es genau nehmen würde, würde das einbezahlte Geld an die AHV dem Einzahler gehören. Er rechnet mit einer anständige AHV-Rente, was so nie der Fall sein wird – dank komischen Grundlagen-Berechnungen und (schon wieder) veralteten AHV-Gesetzen aus den 1960er-Jahren. Freude für jene, die das nie getan haben, Frust für die Einzahler. Ist eigentliche eine Verarschung.
Ja, wo bleibt denn das Geld, das eigentlich dem Einzahler gehören sollte? Für gewisse Investition hatte man Geld, auch für einen neuen Betonklotz wie das neue Landesspital etc. Die Regierung prahlt, wie viel Überschuss die Staatskasse ausweist. Also sollen sie endlich was für die finanziell Schwachen tun! Man jammert auf hohem Niveau, dass die Leute immer älter werden. Dabei vergisst man, dass viele jüngere Menschen sterben! Also mal zum Nachdenken …
Welcher Arbeitgeber ist interessiert, über das Pensionsalter Leute einzustellen? Man ist schon ab 50 Jahren für viele zu alt. Dabei zählt Erfahrung nicht.
Es kann einfach nicht sein, dass alle gleich behandelt werden. Damit ist gemeint: Bezüger, die ein Leben lang einbezahlt haben, bekommen gleich viel, wie solche, die so gut wie nichts einbezahlt haben. Das nenne ich nicht Gerechtigkeit.
In meinem Umfeld habe ich schon mehrmals gehört, dass Rentner eigentlich eine Steuerbefreiung bekommen sollten. Steuertechnisch steht Liechtenstein nicht schlecht. Es müssen finanziell Schwächere den Kopf herhalten für gewisse Politiker, die ihre Ziele stur verfolgen, Paragraphen aufstellen, die nur auf Theorie beruhen, die in der Praxis nicht anwendbar sind.


Silvia Ritter, Rennhofstrasse 39, Mauren

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