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Leserbrief

Auf den Hund gekommen?

Udo Meesters, Hofistr. 42, Triesenberg | 3. Februar 2020

Zum Leserbrief von Susanne Ospelt vom 1. Februar: «Wie das Herrchen, so sein Geschirrchen» sagt ein Sprichwort. Das Debakel fängt leider für viele Hunde bereits beim Kauf durch das neue Herrchen statt. Viele kaufen einen Vierbeiner oder auch andere Tiere, ohne über die zukünftigen Konsequenzen nachzudenken. Oft wird nach Schönheit und nicht nach den grundsätzlichen Charakteren des Hundes gekauft. Ja sogar nur auf den ersten Blick. Sei es bei einem Profizüchter, Hobbyzüchter oder auch Tierheim. Man nennt sich dann ab dem Kaufdatum Tierliebhaber. Das grosse Erwachen kommt dann leider erst.
Die Erziehung eines Hundes beginnt bereits am ersten Tag. Die richtige Erziehung jedoch beginnt erst dann, wenn der Hundebesitzer sich frühzeitig mit dem Charakter seines neuen Familienmitgliedes auseinandergesetzt hat. Ein Hundebesitzer sollte sich vor dem Kauf mit Begriffen wie: «Alphatier – Hunderegeln – Hundecharaktere» beschäftigen. Er sollte sich im Klaren sein, das der Hund ein neues Familienmitglied ist und auch der Hund sich an Regeln zu halten hat. Manche Hunde lernen diese Regeln schnell und manche haben mit dem Erlernen halt Mühe. Gut erzogene Hunde warnen durch Bellen. Viele Hunde bellen jedoch bei jeder Kleinigkeit, welches man unter anderem auch auf die eigene Unsicherheit des Hundes zurückführen kann. Bellen kann aber auch die Art einer Begrüssung sein. Allein im Haus gelassene Hunde, welche fortwährend bellen, bei denen hat man gravierende Fehler gemacht. Wer also frühzeitig sich Gedanken macht, bevor er einen Hund kauft, sollte dann auch wissen, dass man einen Hund an das Alleinsein nach und nach gewöhnt, damit der Hund weiss, dass man auch wiederkommt. Das ist nur ein Beispiel bezüglich Erziehung. Es gibt genügend Fachlektüre, auch Videos. Viele Hundesendungen über sogenannte Hundeflüsterer. Das heisst: Zuerst sollte der Hundebesitzer lernen, um zu wissen, wie sein Hund es erlernen kann. Unser Hund ist ein vollwerti-ges Familienmitglied. Er wird auch als solches behandelt. Manchmal schnell, aber manchmal durch mühsame Wiederholungen haben wir ihm seine Grenzen gelehrt und was er tun und lassen darf oder auch nicht. Zu Hause, sowie auch auf der Strasse. Ich nenne das Ganze beigebrachtes Sozialverhalten gegenüber uns Menschen und seinen Artgenossen. Wer all dieses nicht versteht, der sollte sich dann doch besser einen Stoffhund zulegen. Ein gut erzogener Hund braucht keine Leine und ein gut erzogener Hundebesitzer sammelt auch die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners auf.

Udo Meesters,
Hofistr. 42, Triesenberg

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