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Leserbrief

«HalbeHalbe» in der Volkshymne

Christian Gstöhl,Elgagass 13, Balzers | 31. Januar 2020

Bei der Diskussion um die Volkshymne wird vor allem bedauert, dass wir keine eigene Melodie für sie haben. Dies wird bei internationalen Anlässen oft als störend empfunden, und hat, wie man auf der Seite www.hymne.li lesen kann, auch schon zu Irritationen geführt.
Wenn man den Text unserer Nationalhymne genauer unter die Lupe nimmt, stellt man fest, dass auch er veraltet ist und einer Reform bedarf. Es wird gesungen vom «teuren Vaterland», was heute ja zutrifft, früher aber wohl anders gemeint war. Vereint sind wir durch «der Bruderliebe Band». Von Schwestern und Frauen ist nie die Rede. Der Text sei um 1870 entstanden, ist also 150 Jahre alt. Inzwischen ist das Frauenstimmrecht eingeführt und hat auch der Autoritätsglaube etwas abgenommen. Immer mehr Leute stören sich heute an den Hoch-Rufen mit ausgestrecktem Arm. Diese Geste weckt Erinnerungen an eine ungute Zeit.
Falls es «HalbeHalbe» nicht in die Verfassung schaffen sollte, könnte die Initiative vielleicht in der Volkshymne verwirklicht werden. Was sagen unsere Quotenfrauen dazu?

Christian Gstöhl,
Elgagass 13, Balzers

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