Leserbrief

Gegendarstellung, Teil zwei*

*Teil drei der Gegendarstellung wird morgen als Forumsbeitrag der Kids... | 20. Dezember 2019

Der erste angebliche Vorfall bezieht sich auf ein Kind, das knapp drei Jahre alt ist und schon seit Längerem in der Kids Care 24.7 betreut wird. Das Verhalten dieses Kindes hat sich über die Zeit hinweg seinen Entwicklungsphasen entsprechend verändert, so wie dies auch bei anderen Kindern der Fall ist. Das betreffende Kind hatte Wutanfälle und zeigte Trotzreaktionen, was grundsätzlich nicht aussergewöhnlich, in der aufgetretenen Häufigkeit aber bisweilen belastend war, weshalb des Öfteren das Gespräch mit der Mutter gesucht und diese immer dann unverzüglich informiert wurde, wenn Verhalten des Kindes problematisch wurde bzw. ausgeartet ist. Dabei ersuchte die Mutter die Betreuerinnen jeweils, ihrem Kind beim Auftreten von Wutanfällen und Trotzreaktionen aus erzieherischen Gründen mit Konsequenzen zu begegnen, welchem Wunsch im Rahmen eines alters- und kindgerechten Umgangs nachgelebt wurde. Im Anschluss an einen wiederholten Wutanfall wurde das betreffende Kind einmal zu seinem und dem Schutz der übrigen Kinder aus dem Spielzimmer genommen. Vor diesem Raum befindet sich eine kleine Sitzbank, die in der Regel als Haltestelle vor dem Zähneputzen dient. Daneben steht ein Regal mit Bilderbüchern. Der betreffende Vorraum ist zwar nicht besonders ausgeleuchtet, doch spielte dies im Zeitpunkt des angeblichen Vorfalls keine Rolle, da damals helllichter Tag und die Türe zum Spielzimmer geöffnet war, weshalb das künstliche Licht im Gang nicht eingeschaltet wurde bzw. werden musste. Das betreffende Kind wurde auf diese Sitzbank platziert, wo es sich beruhigen konnte und die anderen Kinder nicht beim Spielen stören und auch nicht verletzen sollte. Zudem war das betreffende Kind unter der dauernden Beaufsichtigung der Betreuerinnen. Im Anschluss an den angeblichen Vorfall, der sich Mitte November 2019 zugetragen haben soll, rief die Mutter des Kindes bei der Kids Care 24.7 an und wollte wissen, ob sich ihr Kind in einem dunklen Raum habe aufhalten müssen, was unter Hinweis auf die konkrete Situation verneint wurde. Wie erwähnt, standen die Betreuerinnen mit der Mutter des betreffenden Kindes in regelmässigem Kontakt. So gab es auch im April 2019 ein Gespräch mit den Eltern des Kindes. Nach weiteren Beobachtungen des Kindes und speziellen Wünschen der Eltern zur Erziehung des Kindes regten die Betreuerinnen ein erneutes Gespräch mit den Eltern an, bei welchem auf das Gespräch vom April 2019 Bezug genommen und die aktuelle Situation hätte erörtert werden sollen. Trotz Anfrage per Mail kam es leider nicht zu einem Gespräch. Die versuchten Kontaktnahmen blieben unerwidert. Das betreffende Kind wurde täglich ungefähr von 07.30 Uhr bis 12.30 Uhr betreut und nach dem Mittagessen von der Mutter abgeholt. Der gegenständliche Vorwurf der Eltern ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass das Kind beim Warten auf seine Mutter in der Garderobe eine ihm bekannte Situation aus seiner Sicht unrichtig wiedergab bzw. anders interpretierte. Das betreffende Kind konnte beobachten, wie andere Kinder nacheinander in den Schlafraum gingen, der bekanntlich abgedunkelt und mit Nachtlicht und Lichterkette ausgestattet ist, wobei das Kind diese ihm eigentlich bekannte Situation verbunden mit dem Schliessen der Türe wahrscheinlich als Einsperren deutete.

Kids Care Anstalt, Ruggell

*Teil drei der Gegendarstellung wird morgen als Forumsbeitrag der Kids Care Anstalt, Ruggell, publiziert.

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