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Leserbrief

Zerstörungswerk

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan | 16. Dezember 2019

«Eine neue Variante radikalen Gleichheitsdenkens durchdringt seit Jahren die Welt der politischen Ideen und in weitem Umfang auch schon die praktische Gesetzgebung. Es ist erstaunlich, auf wie wenig Widerstand sie bis jetzt trifft, obwohl sie doch den Kern der Freiheit und moralischen Selbstverantwortung betrifft … Die Natur dieses Angriffs wird bis dahin … von vielen nicht erkannt …: Es geht um das Konzept der inklusiven Gesellschaft» (Gerd Habermann).
Bei uns outet sich nun ausgerechnet der Verein für Menschenrechte (VMR) als Fürsprecher für diesen neuen Anlauf in Sachen sozialistischer Gesellschaftsexperimente. «Eine möglichst paritätische Besetzung von politischen Gremien …auch hinsichtlich Alter, Herkunft oder wirtschaftlicher, sozialer oder fachlicher Hintergründe – ist ein wesentliches Merkmal für eine inklusive Gesellschaft, wie sie der VMR im Sinn einer Kultur der Menschenrechte fördert und einfordert» (Landeszeitungen, 13. 12. 2019).
Was sich hinter dem ganzen linken Pathos verbirgt, ist nicht weniger als ein Angriff auf die Freiheit. Denn eines ist und bleibt, wie es schon immer war:
Entweder sind wir frei, oder wir sind gleich. Es ist das eine oder das andere; entweder oder. «Gesetzgeber und Revolutionäre, die Gleichsein und Freiheit zugleich versprechen, sind Phantasten oder Charlatans» (Johann Wolfgang von Goethe). «Gleichheit ist ausserhalb einer Tyrannei unvorstellbar. Sie ist nichts als die Heiligsprechung des Neides, war nie etwas anderes als eine Maske, die nie Wirklichkeit werden konnte, ohne all ihre Vorzüge und Tugenden zu verlieren» (Charles Forbes René Montalembert). «Die Lehre von der Gleichheit ist das Ende der Gerechtigkeit» (Friedrich Wilhelm Nietzsche).
«Die Zerstörung jeglicher Unterschiedlichkeit, das Einebnen sämtlicher menschlicher Besonderheiten, die das Leben erst lebenswert machen, die totale Gleichheit, ist die höchste Stufe des Totalitarismus» (Michael Klonovsky). «Ist die Ungleichheit das allgemeine Gesetz einer Gesellschaft, so fallen die stärksten Ungleichheiten nicht auf; ist alles ziemlich eingeebnet, so wirken die geringsten Unterschiede kränkend. Deshalb wird der Wunsch nach Gleichheit desto unersättlicher, je grösser die Gleichheit ist» (Alexis de Tocquevilles). Blanker Hohn ist, dass der Steuerzahler gezwungen wird, die Zerstörer seiner Freiheit auch noch für ihr hinterhältiges Werk zu bezahlen.

Hans Mechnig,
Tröxlegass 46, Schaan

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