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Leserbrief

Ravenna als gute Gelegenheit

Reto Walter Brunhart, ul. Vegova 2, 1000 Ljubljana (Slowenien) | 11. Dezember 2019

Eine kleine Adventsgeschichte für die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner.
Derzeit wohne ich in Ravenna,
der dreimaligen Hauptstadt Itali-ens. Die kulturelle Vielfalt Ravennas ist beispiellos, hier kann man wunderschöne und seltene Mosaiken aus der Zeit Roms, Theoderichs des Grossen und Justinians aus Byzanz bestaunen.
In Ravenna bin ich, um die itali- enische Sprache zu erlernen und zu studieren. Insgesamt werde ich sechs Monate hier verbringen.
Als ich erstmals die Scuola Palazzo Malvisi betrat, hat mich deren Direktor Michele Merola sehr freundlich empfangen. Dabei stellte er mir seine Frau vor, die die Präsidentin dieser Schule ist. Ich habe ihr meinen Namen gesagt und sie hat sich als Sandra Goop vorgestellt.
Überrascht habe ich sie in Dialektform gefragt, ob sie aus Schellenberg komme. Das sei so, antwortete sie, eine Schellenbergerin und Liechtensteinerin sei sie. Eine Geschichte, wie sie nur Liechtensteiner als besonders zu erkennen vermögen. So wenige gibt es und doch trifft man Liechtensteiner auf der ganzen Welt.
In der Schule sind einige wirklich ausgezeichnete und erfahrene Lehrer, wahre Sprachvermittler, tätig. Neben den Kursen gibt es ein vielfältiges kulturelles Programm, sodass ich heute die besondere Geschichte Ravennas gut kenne.
In der italienischen Abteilung sind lernende, junge und ältere Erwachsene aus vielen Ländern hier. Einige der Studenten bereiten sich auf die DILI-B2- oder CALC-C1-Prüfungen vor. Die Gruppen- oder Einzelstunden sind persönlich gestaltet.
Es gibt zusätzlich eine englische Abteilung, die Schülern hilft, sich auf die anerkannten Cambridge-Prüfungen vorzubereiten.
Sandra, die Schellenbergerin, ist eine sehr freundliche und zugewandte Frau, und auf meine Frage, nach dem Wie und dem Woher, liess sie mich den Goop-Stammbaum ansehen. Sie stammt aus der Linie Karl Goops (1873–1961). Georg, Karls Sohn und Sandras Grossvater, wanderte in den 1920er-Jahren aus wirtschaftlichen Gründen nach Allschwil im Kanton Basel-Land aus. Sandras Vater ist Rudolf Goop (1931–1990). Heute gibt es einige Goop-Familien in Allschwil.
Sandra und Michele sind die Inhaber der Schule Palazzo Malvisi. Bisher sind einige Lernende aus der Schweiz gekommen, aus Liechtenstein bin ich jedoch der Erste. Dabei ist es im Umgang mit Sandra wie in Liechtenstein, man kennt und respektiert sich.
Wenn es in Liechtenstein Personen gibt, junge Erwachsene und solche jeden Alters, die gut Italienisch lernen möchten, kann ich die Schule in Ravenna wärmstens empfehlen. Die Lehrer sind ausgezeichnet. Und Sandra kümmert sich um die Lernenden. Zur Homepage führt die Adresse www.palazzomalvisi.com. Interessierte können auch mich persönlich anschreiben, an meine unten aufgeführte Post-Adresse.
Also nehmen Sie sich ein Herz, machen Sie Pläne und setzen diese um. Als Preis winkt Ihnen, eine neue Sprache zu sprechen, nämlich die Sprache unserer Nachbarschaft Italiens. Alles Gute für Sie!

Reto Walter Brunhart, ul. Vegova 2, 1000 Ljubljana (Slowenien)

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