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Leserbrief

Liechtenstein schafft sich ab

Manfred Batliner, ehemaliger Landtagsabgeordneter,Eschen | 4. Dezember 2019

Im Dezember-Landtag folgen neue Überwachungsbestimmungen für das Treuhandwesen. Ursache dafür sind zwei kriminelle Treuhänder. Deren Taten sind nicht zu akzeptieren. Der Rechtsstaat hat gehandelt. Er hat funktioniert. Gut so. Der Politik genügt das aber nicht. Die neuen Bestimmungen sollen den Kundenschutz und die internationale Anerkennung stärken. Mit übertriebenen Überwachungsprozessen werden auch künftig kriminelle Handlungen nicht verhindert. Vor allem, weil die Massnahmen nicht praxisorientiert sind. Für die kleinen Treuhandbüros ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann sie aufgrund der externen Kosten und der Überwachungsaufwände kapitulieren müssen. Die Folge davon: Kleinbetriebe werden prüfen müssen, ob sie ihre Geschäftstätigkeit künftig in die Schweiz verlegen sollen. Dies umso mehr, weil bei Firmenansiedlungen in Liechtenstein die Eröffnung eines Bankkontos im Land verunmöglicht wird. Mit dem neuen Gesetz wird für eine Stärkung der internationalen Anerkennung das Treuhandwesen geopfert. Einmal mehr Ausland vor Inland?

Manfred Batliner,
ehemaliger Landtagsabgeordneter,
Eschen

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