Leserbrief

Ja zu einer Auf- wertung der Politik

Mitglieder des Projekts «Vielfalt in der Politik»: Andrea Hoch, Christine Schädler,... | 29. November 2019

Für eine funktionierende Demokratie braucht es qualifizierte und motivierte Personen, die bereit sind, sich politisch zu engagieren. Es braucht dabei Frauen und Männer. Eine ausgewogene Vertretung beider Geschlechter ist notwendig, damit unterschiedliche Lebenserfahrungen und Fähigkeiten einfliessen können.
Politikerinnen und Politiker fallen jedoch nicht vom Himmel. Es braucht einen systematischen Aufbau und die Förderung von interessierten Personen. Gleichzeitig müssen wir uns mehr anstrengen, die Politik zu einem interessanten und (auch finanziell) attraktiven Betätigungsfeld zu machen. Die Parteien spielen dabei eine zentrale Rolle, aber sie sollten nicht die alleinige Verantwortung dafür tragen müssen. Genauso wenig wie die Zivilgesellschaft, die gerade im Bereich der Förderung von Frauen in der Politik die Federführung übernommen hat. Es braucht ein Zusammenspiel aller Kräfte.
Deshalb unterstützen wir die Initiative «HalbeHalbe». Mit unserer Unterschrift wollen wir sicherstellen, dass sich die Gewalten im Land ihrer Verantwortung und ihrer Aufgabe bewusst sind. Die Regierung und der Landtag spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, gute Rahmenbedingungen zu setzen. Die Haltung des Staates hat auch eine Signalwirkung für die anderen Akteure und Akteurinnen. Wir hoffen deshalb auf ein Zustandekommen der Initiative. Der Verfassungszusatz kann dazu beitragen, dass unsere Demokratie gestärkt wird und wir auf qualifizierte Frauen und Männer zählen können, die bereit sind, die wichtige politische Arbeit zu leisten.

Mitglieder des Projekts «Vielfalt in der Politik»: Andrea Hoch, Christine Schädler, Dagmar Bühler-Nigsch, Claudia Heeb-Fleck, Petra Eichele, Nancy Barouk-Hasler, Eva-Maria Schädler

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