Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Vorbild Liechtenstein

Sigmund Elkuch,St. Florinsgasse 18, Vaduz | 28. November 2019

Es heisst, ein Schmetterlingsflügelschlag könne einen Sturm auslösen. Für uns konkreter, ein Schneeball kann eine Lawine auslösen. Sicher, ein kleines Mädchen aus Schweden kann Millionen Menschen auf die Strasse bringen. Ein energiebewusstes Dorf in Österreich bekommt Besuch aus der ganzen Welt (inkl. USA), um seine Energieeffizienz zu studieren. In der BRD sind mehr als 30 Dörfer daran, energieautark zu werden.
Wir sind ein kleines Land und gerade dazu prädestiniert, der Welt zu zeigen, was man doch alles leisten kann, wenn die Politik das anstösst und der Finanzminister mitmacht. Wir könnten damit dem Ruf als künftige Hölle Las Vegas von Europa und der Banken etwas entgegensetzen. Mit einem Teil der angehäuften Milliarden Sachen organisieren wie Biodiversität, Luftqualität, Energieeinsparung, Verkehr. Ein einmaliges Vorzeigeland für die anderen Staaten zu werden, wäre eine schöne und wirklich nachhaltige Aufgabe. Zu alldem hätte ich auch was zu sagen und zu bieten: Es müsste eine Stelle geschaffen und bekannt gemacht werden, welche diesbezügliche Ideenbringer, auch ausländische, anhört und nicht von einem überlasteten, unverständigen Beamten mit einem Achselzucken abgetan wird mit dem allgemeinen Zusatz, dafür haben wir kein Geld. Die zu Papier gebrachten Ideen innert kurzer Zeit begründet gutzuheissen, zu finanzieren, zu organisieren oder abzulehnen. Wenn man ca. 20 Personen aus den unterschiedlichsten Berufsgattungen zur Verfügung hat und zu der jeweiligen Idee 3 bis 4 zur Beratung zusammenruft, kann dann meistens etwas Positives und Nachhaltiges entwickelt werden. Nicht alles kostet Geld, manchmal kann man daraus auch wieder etwas generieren. Wer nie anfängt, kommt auch nie zu einem Ende. Bin überzeugt, da kommen dann eine Menge Möglichkeiten für unser Land zusammen. Liechtenstein produziert mehrere Produkte, die weltweit zu den Führenden gehören.
Wir müssen von der Mentalität «Mehr ist mehr» abkommen. «Weniger ist mehr» muss die Devise sein. Unsere Nach-Nachkommen, wie meine – vorerst drei – Urenkel, kennen vermutlich nichts anderes mehr, weil unsere Generation schon alles aufgebraucht und die Umwelt verpestet hat. Erfolgreich ist in Zukunft nicht der Betrieb, welcher jährlich 3 Prozent mehr Umsatz macht, sondern der 3 Prozent weniger macht, trotzdem bestehen und innovativ bleibt.
Für Stellungnahmen und Kommentare zu diesem Beitrag bin ich dankbar (auch telefonisch unter der Nummer 079 866 70 68).

Sigmund Elkuch,
St. Florinsgasse 18, Vaduz

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung