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Leserbrief

«Spitalneubau braucht es gar nicht, eher eine Fachklinik für Drogen»

Susanne Ospelt,Rüfenstrasse 5, Schaanwald | 23. November 2019

Zum Bericht im «Vaterland» vom 21. November, «60 offizielle Drogenkonsum-Vorfälle in Liechtenstein»; und der Bericht der drei jungen Leute ist sehr bedenklich. Endlich mal ein guter Bericht der Zeitung. Denn so habe ich es mir schon gedacht. Wenn Herr Pedrazzini mehr unter die Jugendlichen gehen würde, hätte er das auch schon mitgekriegt. Aber man sieht im Land natürlich gerne weg. Und diese drei beschreiben, dass es ganz einfach sei, an jegliche Rauschmittel heranzukommen. 2018 wurden 713 Strafdelikte bei der Polizei registriert. Die meisten Verzeigungen waren wegen Produktion/Anbau/Kauf/Verkauf von Drogen. Laut Kriminalstatistik im Jahr 2017 waren es noch 490 Fälle und eben 2018 dann 713 Fälle. Die meisten Straftatbestände sind Drogendelikte. Das sollte unserem Gesundheitsminister mehr als zu denken geben. Denn das ist nur ein kleiner Anteil derer, die die Polizei entdeckt hat. Und auch die Ware ist ja auch nicht so krass. Da gibt es viel Schlimmeres, was schon jeder auf der Strasse Liechtensteins kaufen kann. Da nützt eine Legalisierung nichts. Im Gegenteil. Das Einzige, was dann passiert, wird sein, dass diejenigen mit Drogen überall sichtbar sein werden. Denn sie müssen sich nicht mehr verstecken. Andererseits wäre das für Liechtenstein mal eine gute Abwechslung. Somit würde gezeigt, wie es hier im Lande wirklich ausschaut. Die Aussage, dass Kokain und Speed die üblichen Drogen seien, ist nicht unbedingt lustig. Dass ihm Rahmen der Aufklärung an den Schulen hauptsächlich Marihuana verteufelt wird, ist echt schwach. Ich meine, dass es den Spitalneubau gar nicht braucht. Eher eine Fachklinik für Drogen. Und für diese bräuchte es mehr als 40 Betten. Herr Pedrazzini möchte die Kosten niedrig halten. Macht aber nichts in der Drogenpolitik. Obwohl das ein sehr teures Kapitel für die Krankenkasse ist. Und es wird noch teurer mit den Casinos. Denn es sind nicht nur Jugendliche mit Drogen-Probleme. Es wird noch sehr viel mehr werden.

Susanne Ospelt,
Rüfenstrasse 5, Schaanwald

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