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Leserbrief

Hart, aber fair!

Kurt Alois Kind, Postfach 112, Eschen | 21. November 2019

Danke, Durchlaucht, für Ihre klare Absage zum Spitalthema! Im deutschen Fernsehen (ARD) wurde am Montag, den 18. November 2019, eine spannende Sendung zum Thema ausgestrahlt. «Jedes zweite Spital gehört geschlossen, fordern Experten. Aber sind grosse Häuser wirklich immer besser? Wie gefährlich ist ein längerer Weg bis zur nächsten Klinik? Und wie lebenswert sind Stadt und Umland, wenn das Krankenhaus schliesst?»
Die Dänen haben nicht nur den «hygge» (Lebensfreude), sondern auch ihre Spitallandschaft dank eines grossartigen Konzepts im Griff. In Youtube unter «Hart aber fair vom 18. November 2019» zu finden. Ab Minute 49 wirds spannend!
Am selben Tag des Interviews unseres Fürsten wurde im «Vaterland» mein Leserbrief abgedruckt. Darin halte ich klar fest, dass der Standort Wille-Areal für ein Spital widersinnig ist. Vielmehr ist es der perfekte Platz für ein neues und würdiges Gefängnis, was wir momentan nicht haben. Aber was wir haben, ist ein rechtswidriges Abkommen über die Häftlingsunterbringung mit Österreich. Dadurch werden unsere Straftäter – aus Mangel an internationalen Standards unserer Gefängnisanstalt – bis zu 800 Kilometer entfernt von ihren Familien untergebracht. Menschenrechtsverletzung auf Schritt und Tritt!
Unsere Regierung, die ja genau Bescheid weiss, dass unser Gefängnis sicherheitsgemäss wie ein löchriger Emmentalerkäse dasteht, schubladisert diese Angelegenheit schon seit Jahren! Logisches Denken ist ein Fremdwort für Regierung und Spitalvorstand. Über 70 Prozent der Bevölkerung Liechtensteins stehen hinter dem Fürsten und die Regierung ist unfähig, ein Strategiekonzept gemeinsam mit dem Fürsten von Anfang an auf die Beine zu stellen. Ist das nicht ein beschämender Ausweis für Regierung und Spitalvorstand?
Wenn man nicht erkennt, wo die Prioritäten liegen, nämlich in einem neuen Sicherheitszentrum für Polizei, MFK, Gefängnis sowie für Terrorgefahr, dann ist Hopfen und Malz verloren! Weder Spital- noch Standortstrategie für die anstehenden, dringenden Projekte sind logisch mit Expertengremien ausgearbeitet worden.
Ein «Nein» für einen Spitalbau ist in allen Punkten mehr als gerechtfertigt!
Danke, Durchlaucht, für Ihre Weitsicht und für Ihre klaren Worte!

Kurt Alois Kind, Postfach 112, Eschen

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