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Leserbrief

«HalbeHalbe»: Für eine ausgewogene und gerechte Finanzpolitik

Infra, Informations- und Beratungsstelle für Frauen, Vorstand und Geschäftsstelle | 16. November 2019

Die Finanzpolitik eines Staates beeinflusst die Gesellschaft und prägt die gesellschaftliche Wirklichkeit. Wie und wofür der Staat konkret das Geld ausgibt, entscheidet über unser Leben und unsere Stellung in der Gesellschaft.
Warum? Kein Budget ist geschlechtsneutral. Einige europäische Staaten und auch die Stadt Wien überprüfen daher ihre Finanzen daraufhin, ob und wie sie die Gleichstellung von Frauen und Männern fördern. Sie überprüfen, welche Auswirkungen die Budgetierung auf Frauen hat im Vergleich zu denjenigen, die sie auf Männer hat. Wie viel wird wofür ausgegeben? Wie verteilen sich öffentliche Ausgaben bzw. Einnahmen auf Frauen und Männer? Welche Auswirkungen ergeben sich auf die bezahlte und die unbezahlte Arbeit? Welche kurz- und langfristigen Auswirkungen haben die öffentlichen Ausgaben auf die soziale und wirtschaftliche Stellung von Frauen und Männern (Zugang zu Ressourcen, Arbeit, Freizeit, gesellschaftliche Teilhabe etc.)?
Denn unabhängig davon, ob eine Förderung für den Finanzplatz oder im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemacht wird: Jede wirtschafts-, steuer- und finanzpolitische Entscheidung wirkt sich auf die Geschlechterverhältnisse und auf das Leben von Frauen und Männern aus – und das sehr unterschiedlich.
Wir wünschen uns eine Finanzpolitik, an der Frauen und Männer gleichberechtigt mitdenken, mitwirken und mitgestalten. Mit einer gerechten Finanzpolitik haben wir ein zentrales Instrument, um gesellschaftliche Entwicklungen positiv zu steuern und zu beeinflussen. Dafür braucht es eine ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in allen politischen Gremien.

Infra, Informations- und Beratungsstelle für Frauen, Vorstand und Geschäftsstelle

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