Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Sie haben recht, Frau Beck

Markus Sprenger,Rheinau 16, Triesen | 15. November 2019

Ich stimme Elisabeth Beck zu, wenn sie sagt: «Jeder Liechtensteiner / jede Liechtensteinerin, der bzw. die ein Ja in die Urne legt, muss sich der Verantwortung bewusst sein, dass er oder sie im Falle einer notwendigen Operation, die im Liechtensteinischen Landesspital angeboten wird, diese auch konsequenterweise dort ausführen lassen muss. Sein Wahlverhalten wird ansonsten ad absurdum geführt». Genauso, wie es in der Schweiz auch nicht möglich ist, sich über Kantonsgrenzen hinweg einer freien Spitalwahl bedienen zu können. Ich bin auch der Meinung, dass es mit allgemeiner Versicherung zumindest finanzieller Zuschläge des Versicherten bedarf, um dem Landesspital endlich Patienten zuzuführen.
Ich schätze seit vielen Jahren die Leistungen unseres Spitales, speziell den Notfalldienst, die Untersuchungen und Operationen in Zusammenarbeit mit den Ärzten des Kantonsspitals Graubünden und Grabs.
Seit vielen Jahren wird massiv in Technik und Personal des Landesspitals investiert. Auch wenn viele Wege und Prozesse im Vaduzer Spital suboptimal sind, rechtfertigt es meiner Meinung nach nicht diese Investition, unabhängig der heftigen Standortfrage, zumal dem Volk auch verschwiegen wird, dass auch eine Lösung für den Landeswerkhof gefunden werden muss, oder soll der auch auf dem Wille-Areal verbleiben mit dem ganzen Verkehr und der ganzen Staubbelastung? Diese Ersatzlösung schlägt nochmals mit mindestens 15 bis 25 Millionen zu Buche; je nachdem, ob der Boden gerechnet werden muss. Die Summe für die paar schönen Einzelzimmer beläuft sich in Wirklichkeit, inkl. Bodenkäufen, auf über 125 Millionen Franken, das macht ca. 3 Millionen Franken pro Zimmer mit schöner Südsicht, aber ohne wirkliche nachhaltige Strategiediskussion.
Der jetzige Standort kann meiner Meinung nach auch für ein künftiges Spital in Zukunft sehr wirtschaftlich genutzt werden – aber nur in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vaduz. Man muss nur wollen. Das öffentliche Interesse liesse entsprechende Zonierungen zu. Die Verantwortlichen von Gemeinde Vaduz und Land sollten endlich realistische Machbarkeitsstudien entwickeln, vorlegen, diskutieren und dann gemeinsam entscheiden. So lange ist das jetzige Spital ausreichend für unsere Bedürfnisse und deshalb ein klares Nein zu dieser Vorlage, die uns Millionen kostet und nicht haushälterisch mit Finanzen, Grund und Boden umgeht.

Markus Sprenger,
Rheinau 16, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung