Leserbrief

Quellensteuer

Geraldine Büchel, Romana Frick, Ulrike Kieber, Isabelle Ackermann-Büchel, Dr. med.... | 14. November 2019

Herr Markus Kieber hat es mit dem Leserbrief vom 11. November 2019 auf den Punkt gebracht.
Auch wir von der Quellensteuer betroffenen Spitalangestellten stellen mit grossem Erstaunen fest, dass Regierungschef Adrian Hasler Einsatz in der Sache OST-Grenzgänger zeigt.
In diesem Fall reagierte die Regierung schnell. Verhandlungen und Abmachungen wurden mit Bundesbern und Ueli Maurer getroffen und die Rückendeckung ist gesichert. Für die Betroffenen zu Recht eine gute Sache.

Die Angestellten der Spitalregion RWS und des Kantonsspitals SG kommen bereits seit 2 Jahren in den Genuss der Quellensteuer. Für die Betroffenen ist es ein Hohn, solche Nachrichten in der Zeitung zu lesen.
Immer wieder wird als Grund genannt, dass es keine gemeinsame Trägerschaft mehr gibt. Aber: Nach wie vor beteiligt sich Liechtenstein an den Gesundheitskosten im Kanton St. Gallen, seit 2014 einfach unter dem Deckmantel DRG (Investitionskosten sowie Beitrag zu Lehre und Forschung sind in der DRG-Baserate enthalten). Wieso wird nicht mehr von einer gemeinsamen Beteiligung ausgegangen, obwohl sich am Geldfluss FL-CH nichts geändert hat?
Übrigens leisten auch wir Spitalangestellten einen wertvollen Beitrag für das Land Liechtenstein, was ja auch immer wieder als Grund zur Quellensteuer-Befreiung genannt wird. Oder was sagt die Bevölkerung zur Behandlung von an Krebs erkrankten Menschen, Betreuung und Behandlung werdender Eltern, Schlaganfallpatienten usw. Gilt dies nicht als direkter Dienst am Land Liechtenstein?
Wie bereits einige Male erwähnt: Wir sind gut ausgebildete und spezialisierte Fachleute, denen Liechtenstein schlicht keine Möglichkeiten bieten kann, unseren Beruf im Land auszuüben. Wir müssen unsere erworbenen Kenntnisse in der Schweiz, auch zum Wohle der Liechtensteiner Bevölkerung, einbringen!
Für uns Betroffene ist dieses Thema weiterhin nicht vom Tisch und neben der Quellensteuer flattert diesen Monat noch zusätzlich die Gemeindesteuer ins Haus. Das tut weh. Von wegen keine Doppelbesteuerung!

Geraldine Büchel, Romana Frick, Ulrike Kieber, Isabelle Ackermann-Büchel, Dr. med. Johannes Weber, Mathias Bartz

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung