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Leserbrief

Fortschritt zum Rückschritt

Udo Meesters, Hofistrasse 42, Triesenberg | 13. November 2019

Da sich ja nicht jeder einen Tesla leisten kann und ich somit dann mal von einem Mittelklassewagen ausgehe, der noch im finanzierbaren Anschaffungspreis liegt, dann sieht meine Ferienplanung mit einem E-Car wohl etwas anders aus. Also der Durchschnitt liegt so im Schnitt von der Reichweite eines E-Autos bei 450 Kilometer. Entfernung des geplanten Urlaubsziels: 1400 Kilometer.
Also 3 bis 4 Mal ran an eine Ladestation. Ladezeit circa 2 bis 4 Stunden an einer öffentlichen Ladestation. Das macht also bei durchschnittlich 3 Stunden Ladezeit mal 3 bis 4 Mal circa 9 bis 12 Stunden zusätzliche Zeit, die ich zu der normal üblichen Fahrtzeit hinzurechnen muss. 1400 Kilometer bei 100 Stundenkilometern (km/h) = 14 Stunden plus mindestens 9 Stunden für die Ladezeit. Die Hinfahrt dauert also circa 23 bis 24 Stunden.
Vergleich zum Benziner: 3 Mal Benzin tanken à circa 30 Minuten = 90 Minuten plus 14 Stunden Fahrtzeit, also nur 15,5 Stunden inklusive Kaffeepause = 16 Stunden.
Also bin ich mit einem E-Car 8 Stunden länger unterwegs. Zahle mehr Strom als für Benzin, benötige längere Stehzeiten und muss zusätzlich darauf achten, ob sich in der Nähe meines Urlaubszieles auch entsprechende Schnell-Ladesäulen befinden. Gut, dass ich keine langen Geschäftsreisen machen muss. Dann behalte ich doch lieber meinen Benziner und flieg wie gewohnt in meinen wohlverdienten Urlaub. Kann nur hoffen, das ich dann nicht mit einem E-Flieger fliegen muss, der wegen Akkuladung nicht 2 bis 3 Mal zwischenlanden muss. E-Car ist Fortschritt zum Rückschritt.

Udo Meesters, Hofistrasse 42, Triesenberg

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