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Leserbrief

Triesenberg: «Mist» in einer der schönsten Gemeinden der Welt

Klaus Schädler,Hagstrasse 10, Triesenberg | 8. November 2019

In einer der angeblich «schönsten Gemeinden der Welt» machte mich heute ein aufmerksamer Bürger darauf aufmerksam, dass im Maiensäss Steg und auf der Alpe Sücka seit Tagen «auf Teufel komm raus» Mist auf die Alpweiden ausgebracht wird, und dies in sehr grossen Mengen. Bei einem Besuch in Steg bestätigte sich das. Im 15-Minuten-Takt kommen dort die Triesenberger Bauern sowie im Auftrag der Triesenberger Alpgenossenschaft mit dem Mist-Transport beauftragte Transportunternehmer mit grossen Lastwagen an und verteilen Hunderte von Tonnen antibiotikagetränkten Mist auf die wertvollen Blumenwiesen und in Quellschutzzonen der Rieter-Quellen. Wohin sonst mit dem für die hochgezüchteten Kühe angekauften Kraftfuttermittel-Mist und mit den darin enthaltenen Antibiotika, werden sich wahrscheinlich die Bauern fragen?
Eventuell weiss das Amt für Umwelt, Abteilung Land- und Alpwirtschaft, weshalb hier niemand einschreitet. Mist von der Rheintalseite ins Alpengebiet zu karren und damit auch dort die blumenreichen Alpwiesen kaputt zu machen, dürfte doch wohl gegen bestehende Vorschriften oder Gesetze verstossen. Oder liege ich da falsch? Aber heute/morgen sinkt ja die Schneefallgrenze, und dann sieht man auf 1300 Meter und darüber bis in den Frühling auf den Alpweiden nichts mehr. Dennoch erwarte ich und sicher viele eine öffentliche Stellungnahme des Amtes für Umwelt.

Klaus Schädler,
Hagstrasse 10, Triesenberg

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