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Leserbrief

Zwei-Klassen- Gesellschaft

Ruth Schöb, Auring 57, Vaduz | 30. Oktober 2019

Unser Land verfügt über zwei Milliarden Reserven, die Herr und Frau Liechtensteiner ruhig und bequem schlafen lassen. Bei wachem Hinsehen wäre es aber sogar theoretisch möglich, den unteren Einkommensschichten und dem Mittelstand die Mindestfranchise und den Selbstbehalt der gesetzlichen Grundversicherung zu erlassen.
Zudem wäre eine AHV-Rentenerhöhung im Bereich des Möglichen.
Ich gehe damit, wahrscheinlich utopischerweise, noch einen Schritt weiter als der Leserbrief von Frau Dr. Ruth Kranz («Geld für Beton, aber nicht für Menschen»), dem ich vollumfänglich zustimme.
Da die Staatsüberschüsse zudem pro Jahr in dreistelliger Millionenhöhe ausfallen, finde ich meine unorthodoxen Überlegungen zumindest diskussionswürdig.
Für mich passt es bei solchen Summen nicht so richtig zusammen, dass in unserem reichen Land Menschen nicht zum Arzt gehen können oder viel zu spät gehen müssen, weil sie schlicht und ergreifend das Geld für Franchise und Selbstbehalt nicht aufbringen. Oder dass Rentner eben Monat für Monat nur so eben durchkommen.
Wo fängt in unserem reichen Heimatland die Zwei-Klassen-Gesellschaft an, wenn nicht da? Diskussionsstoff für unsere Politik.

Ruth Schöb, Auring 57, Vaduz

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