Leserbrief

«Geld für Beton, aber nicht für Menschen»

Giorgio Endrizzi, Schwefelstrasse 28, Vaduz | 30. Oktober 2019

Erich Ospelt hat geschrieben: Ein Ja zum Landesspital bedeutet auch Ausbildungsplätze. Hat das bestehende keine Ausbildungsplätze? Leider gibt es Personen, die nicht objektiv denken können und sich von den Interessen der Politik beeinflussen lassen. Die Politiker haben der Medicnova eine OKP-Zulassung verweigert. Resultat: Alle haben verloren. Der VR-Präsident und der Gesundheitsminister befürchteten weniger Patienten in Vaduz, die wiederum ein neues Spital verunmöglicht hätten. Gibt es Patienten des jetzigen Landespitals, die ein neues Spital wollen? Sicher nicht, weil wir zufrieden sind mit diesem hervorragenden Spital, gross genug, das keine 83 Millionen Franken für Reparaturen braucht. (Wer soll das glauben?) Vor Kurzem wurde berichtet von einem 100-jährigen Spital in Lugano, ohne Parkplätze, usw. Niemand denkt an demolieren und neu bauen. Es gibt unzählige Spitäler in der Welt, die seit Jahrhunderten funktionieren und niemand kommt auf die Idee, diese zu demolieren. Auch zeugt es von Unverständnis ein Vertrag mit Chur anstatt mit Grabs. Es wird nicht machbar sein, uns von Grabs zu distanzieren. Wie Pepo Frick sagt: Wenn wir ein neues Landesspital bauen, geht es in die Hose. Es braucht keinen Wissenschaftler oder Physiker, um es zu verstehen. Es ist doch klar, wir brauchen kein neues Landesspital. Es gibt nicht genügende Patienten für ein neues Spital. Behalten wir besser das vorhandene, das hervorragend funktioniert, angeblich mit schwarzen Zahlen. Bestens ausgestattet für unser Land beziehungsweise für unsere Bedürfnisse, mit solider Mauer und Infrastruktur sowie gutem Personal. Die Befürworter sollen uns nicht für dumm halten, dass das neue Spital für das Land 65 Millionen Franken kosten würde und für die Reparaturen des bestehenden 83 Millionen Franken notwendig wären. Wer kann das glauben? Das ist respektlos. Recht hat Frau Dr. Kranz: «Geld für Beton und kein Geld für Menschen.» Die Krankenkasse-Prämien plus Franchise und Kostenbeteiligungen sind asozial. Hier soll man Geld in die Hand nehmen. Diese Prämien sind eine Tragödie. Auch bin ich mit Markus Becker einverstanden: «Die Argumente der Befürworter eines neuen Landesspitals werden immer grotesker.» Jeder mit einem gesunden Menschenverstand versteht das. Deshalb bei der Abstimmung: Spitalneubau: Nein.


Giorgio Endrizzi, Schwefelstrasse 28, Vaduz

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