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Leserbrief

Vom «Lädelisterben» und Landesspital

Dr. Gert Risch,Wingertgasse 32, Vaduz | 28. Oktober 2019

In vielen Dörfern haben bedauerlicherweise viele «Lädeli» infolge Umsatzeinbrüchen schliessen müssen. Konsequenterweise müssen nun die vielen Haushalte ihren Haushaltsbedarf in der weiteren Umgebung decken. Die Einkaufswege sind länger geworden und die Verfügbarkeit vor Ort gibt es nicht mehr.
In den Zeitungen konnte man lesen, dass mit der Verlegung des Landesspitals in einen Neubau die freie Spitalwahl eingeschränkt würde. Eine solche Behauptung hat einen äus­serst hohen Erklärungsbedarf. Die Wahlfreiheit wird nämlich nur dann eingeschränkt, wenn ein laufender Spital-Betrieb geschlossen oder nicht entsprechend den neuen Anforderungen/Bedürfnissen weiterentwickelt werden kann.
Das Einkaufen ist ein Akt der Freiwilligkeit. Spitaleintritte sind einfach notwendig, nicht selten als Notfall. Nähe und Verfügbarkeit spielen eine entscheidende Rolle, speziell in der medizinischen Grundversorgung. Für die zunehmende Anzahl an Palliativ-Fällen ist neben der guten Erreichbarkeit vor allem das Gefühl der Geborgenheit von grosser Bedeutung. Ersteres wird von den Angehörigen, letzteres von den Patienten sehr geschätzt.

Dr. Gert Risch,
Wingertgasse 32, Vaduz

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