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Leserbrief

DU-Propaganda, falsche Schlüsse

Herbert ElkuchAbgeordneter | 28. Oktober 2019

In der DU-Zeitungs-Karikatur mit Darstellung des Stiftungsratpräsidenten des Landesspitals, in der Sprechblase: «Nemert sött me ina Schwizerspital go dürfe.» Daraus schliesst Harry, dass die freie Spitalwahl abgeschafft werde, wenn die Zahlen mit dem Neubau nicht stimmen. Das bringt er dann noch irgendwie in Verbindung mit einem Artikel von mir, aus einem alten «Hoi du», der allerdings mit der freien Spitalwahl überhaupt nichts zu tun hat. In jenem Artikel ging es um die Diskriminierung einheimischer Betriebe. Konkret: Der Medic­nova, einem einheimischen Betrieb, erteilte die Regierung keine OKP-Zulassung für die Behandlung allgemeinversicherter Patienten. Hingegen Grabs und viele weitere ausländische Spitäler erhielten eine OKP und wurden dadurch finanziell gegenüber der Medicnova bevorteilt. Mit der freien Wahl von Vertragsspitälern hat dies jedoch überhaupt nichts zu tun. Lieber Harry, indem du versuchst, das Landesspital in Grund und Boden zu stampfen, schränkst du möglicherweise die freie Spitalwahl um ein Spital ein, dafür bin ich nicht zu haben. Wir brauchen kein Superspital, sondern ein kleines Spital für die Grundversorgung, Notfälle und Ausbildung von Gesundheitsberufen. Eine qualitativ gute Grund- und Notfallversorgung ist in einem souveränen Staat, mit dem welthöchsten BIP, wirklich kein Luxus. Im Gegensatz zur Schweiz mit ihrem Territorialprinzip haben wir die freie Spitalwahl. Der Allgemeinversicherte hat die freie Wahl, sich in einem der vielen Vertragsspitäler sich behandeln zu lassen. Die freie Spitalwahl ist durch einen eventuellen Neubau des Landesspitals nicht gefährdet.

Herbert Elkuch
Abgeordneter

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