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Leserbrief

Busspur und Busbucht in Schaan: Keine Verbesserung für Fussgänger und Radfahrer

Daniel Hilti, Vorsteher von Schaan | 26. Oktober 2019

Die Gemeinde Schaan sieht sich veranlasst, zur Aussendung des LIEmobil-Verwaltungsrats im «Volksblatt» vom 25. Oktober 2019 Stellung zu nehmen. Die von LIEmobil gewünschte Busspur von St. Peter bis zu den LKW wäre mit Haltestelle circa 140 Meter lang. Ab LKW ist dauerhaft fertig mit Busspur. Nach Ansicht der Gemeinde Schaan bringt diese sehr kurze Busspur keine entscheidenden Vorteile gegenüber der heute bestehenden Fahrbahnhaltestelle. Jedenfalls erkennt die Gemeinde Schaan in dieser Massnahme «keinen enormen Fortschritt auf der Hauptachse nach Feldkirch», wie LIEmobil schreibt. Es ist richtig, dass die Gemeinde Schaan mit dem Richtplan argumentiert und festgehalten hat, dass die Busspurdiskussion vor 40 Jahren verpasst wurde. Der Hauptgrund für die Ablehnung dieser Busspur wird von den LIEmobil-Verantwortlichen nicht erwähnt. Für die Gemeinde Schaan steht die Sicherheit der Fussgänger an oberster Stelle und auch Radfahrer sollen im Zentrum sicher fahren können. Mit dem Bau einer Busspur würden weiterhin beide Spuren benötigt, und es gäbe keine Verbesserung für Fussgänger und Radfahrer. Die Trottoirsituation in diesem Bereich ist heute zum Teil prekär und nicht mehr zu verantworten.
Die Gemeinde Schaan ist wie die Verantwortlichen der Liemobil der Meinung, dass bei der Poststrasse zwischen dem Abschnitt Bahnhofstrasse bis im Loch (Endausbau) zwei Bushaltestellen zu viel sind. Diese sollen auf eine Haltestelle, die besser positioniert ist, zusammengefasst werden. Das wurde mehrfach bekräftigt. Nur kann dies derzeit wegen rechtlicher Voraussetzungen und Vereinbarungen nicht verwirklicht werden. Es ist Zielsetzung der Gemeinde Schaan, mitzuhelfen, dies mittelfristig zu ermöglichen. Umso mehr ist es nicht nachzuvollziehen, jetzt eine Busbucht zu bauen, im Wissen, dass diese Haltestelle verlegt werden soll. Die Gemeinde Schaan befürwortet den Bau einer Busbucht, sobald die beiden Haltestellen zusammengelegt sind. Auch das ist bekannt.
Die Gemeinde Schaan anerkennt die klaren Grundsätze der Liemobil, erwartet aber, die Zielsetzungen der Gemeinde Schaan ebenfalls zu beachten. Sie wird nicht zulassen, dass das Zentrum vollständig dem Verkehr untergeordnet wird. Über 20 000 Fahrzeuge täglich sind genug. Fussgänger und Radfahrer haben das Recht, sich im Zentrum sicher bewegen zu können.

Daniel Hilti, Vorsteher von Schaan

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