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Leserbrief

Man muss nur wollen

Die Unabhängigen (DU) | 26. Oktober 2019

Unlängst erklärte uns VU-Präsident Günther Fritz im «klar.» vom 28. September, dass es ohne Konkurrenzsituation keine eigene Grundversorgung gäbe. So weit so gut. Kann man wohl so sehen, wenn man die Augen schliesst.
Werfen wir aber einen Blick zurück in den September 2017. Damals schrieb der VU-Parteipräsident in einem Standpunkt im Vaterland Folgendes. «Die vernünftigste Lösung wäre wohl jene gewesen, wie sie der ehemalige ärztliche Leiter des Spitals Grabs, Robert Rohner, noch im September 2009 vorgeschlagen hatte. Er sprach sich für den Bau eines liechtensteinisch-werdenbergischen Regionalspitals auf grüner Wiese aus, weil die Region sich nur noch ein Spital leisten könne. Dieser Zug ist jedoch längst abgefahren. Der entsprechende politische Wille fehlte insbesondere in St. Gallen.»
Wie sieht aber der politische Wille zu Gesprächen im Jahre 2019, also 10 Jahre später, aus? Die sich verändernde Spitallandschaft hat wohl auch in St. Gallen zur Einsicht geführt, dass man «regional» denken und auch handeln muss. Anfangs 2019 traf sich die Gesundheitsdirektorin des Kantons St. Gallen, Heidi Hanselmann, mit Regierungschef Hasler und Gesundheitsminister Pedrazzini. Zitat Hanselmann: «Der Kanton St. Gallen ist nach wie vor offen für eine Kooperation. Unsere Bereitschaft war immer da und daran hat sich nichts geändert.» Allerdings stiess die St. Galler Gesundheitschefin und ihr Finanzchef bei Regierungschef Hasler und Gesundheitsminister Pedrazzini auf taube Ohren. Man wolle einen eigenen Weg gehen und an der bestehenden Kooperation mit Chur festhalten, liessen Pedrazzini und Hasler verlauten. Diesen Entscheid bedauerte die St. Galler Delegation; so sagte Hanselmann: «Eine Partnerschaft kann man nicht erzwingen, beide Seiten müssen sich darauf einlassen wollen.»
Geehrte Herren Hasler, Pedrazzini, Ritter und Fritz: Wo ein Wille, da ein Weg.
Es ist höchste Zeit, vom Egotrip abzukommen und eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Wenn nicht jetzt, wann dann? Es spricht zu viel dagegen – Darum Nein.


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