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Leserbrief

Überzeugtes Ja

William Gerner, Quellenstrasse 8, Eschen | 25. Oktober 2019

Über dem Rhein kämpfen die Leute mit Vehemenz für ihre Regionalspitäler. Die Ärzte machen mit, indem sie ihre Patienten nach Möglichkeit in das naheliegende Spital überweisen. In unserem Land gibt es Gruppierungen, die eigentlich gar kein Spital wollen. Sie möchten die ganze Wertschöpfung ins Ausland verlegen. Das soll noch jemand verstehen. Ständig wird auch eine Konkurrenzstrategie verurteilt. In allen Bereichen des Lebens erhöht Konkurrenz die Qualität. Dem Spital Vaduz wird heute von allen Seiten, auch von den Gegnern, eine gute Qualität bestätigt. Genau diese Qualität müssen wir in der Zukunft erhalten oder noch verbessern. Zu einer guten Qualität gehört eben auch eine patienten-, besucher- und mitarbeiterfreundliche Infrastruktur. Das Spital Vaduz kann nur weiter-bestehen, wenn es qualitativ mit den umliegenden Spitälern auf Augenhöhe ist. Wenn wir heute Nein zum Neubau sagen, befürchte ich, dass wir eines Tages in der Qualität nicht mehr mithalten können, die besten Mitarbeiter verlieren und dann bald gar kein Spital mehr haben. Auch in der Verfassung steht, dass der Staat für das öffentliche Gesundheitswesen zu sorgen hat.
Kein Spital ist für das Land die teuerste Variante. Wir zahlen dann nicht nur Investitionskosten pro Fall in die Schweiz, sondern auch einen grösseren Betrag an die Betriebskosten der Vertragsspitäler. Wir sind ein reiches Land und können das Spital mit einem einzigen Jahresgewinn bar bezahlen. Fünf oder sechs Millionen Defizit pro Jahr kann das Land locker tragen. Gesundheit darf uns noch mehr als andere Bereiche etwas kosten.
Freie Liste und DU kämpfen beide gegen ein neues Landesspital. Die Gründe, die sie anführen, sind in keiner Weise überzeugend. Vielleicht haben sie ja noch andere Gründe, die sie nicht nennen möchten. Vielleicht wird ja ein neues Spital für bestimmte Leute als Konkurrenz gesehen?
Ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft im eigenen Land qualitativ gut behandelt werden kann, dass die Notfälle schnell im Spital sind (Wille-Areal als idealer Standort) und zu jeder Tag- und Nachtzeit kompetent betreut werden und dass Kinder wieder in Liechtenstein zur Welt kommen können. Dass der neue Spitalstandort an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden wird, ist selbstverständlich und muss nicht extra erwähnt werden. Ich hoffe, dass jetzt alle zukunftsorientierten Leute zusammenstehen und den Neinsagergruppen die Stirn bieten. Ich lege darum aus obigen und vielen anderen Gründen ein überzeugtes Ja in die Urne.

William Gerner, Quellenstrasse 8, Eschen

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