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Leserbrief

Stellungnahme der LIEmobil zu Busspuren und Bushaltebuchten

Der Verwaltungsrat der LIEmobilGerhard Häring, Karlheinz Ospelt, Johanna Noser,... | 25. Oktober 2019

In den letzten Wochen wurde der Verwaltungsrat (VR) der LIEmobil von verschiedener Seite für seine Haltung zu Busspuren und Busbuchten kritisiert.
Vorab stellen wir klar, dass der VR der LIEmobil sich seit Jahren vehement für Busspuren entlang den Landstrassen einsetzt und bei allen Bauvorhaben Busspuren fordert. Damit könnte erreicht werden, dass der öffentliche Verkehr und auch Radfahrer nicht durch den Individualverkehr behindert werden. Leider wurden unsere Forderungen entlang der Hauptachsen in Schaan (Landstrasse nach Feldkirch) und Eschen (Essanestrasse) nicht akzeptiert und auch in Vaduz war es ein langer Weg, bis die Gemeinde und das Amt für Bau- und Infrastruktur (ABI) die Busspur von der Linde bis zur Post Vaduz endlich akzeptierten.
In den letzten Monaten ging es konkret darum, eine neue Busspur in Schaan im Bereich zwischen St. Peter bis LKW zu realisieren. Statt des Rückbaus der zwei Fahrspuren der Landstrasse wäre es aus Sicht der LIEmobil wichtig gewesen, eine Fahrspur als Busspur umzunutzen. Damit hätte einer der am meisten stauempfindlichen Streckenabschnitte entschärft werden können. Für die LIEmobil wäre das ein enormer Fortschritt auf der Hauptachse nach Feldkirch gewesen. Viele Verspätungen, vor allem zu den Hauptverkehrszeiten, hätten verhindert oder zumindest wesentlich abgeschwächt werden können. Der VCL und die Gemeinde Schaan haben sich ausdrücklich gegen eine solche Busspur ausgesprochen, letztere mit der Begründung, dass der Richtplan keine solche vorsehe und die Busspurdiskussion vor 40 Jahren schlichtweg verpasst worden sei. Aus Sicht der LIEmobil wäre eine Realisierung sehr wohl möglich gewesen, wenn der entsprechende Wille seitens der involvierten Parteien vorhanden gewesen wäre. Gerade wenn man eine Strasse neu baut, sollten Busspuren immer ein Thema sein.
Der VR der LIEmobil ist nach wie vor der Meinung, dass der Bau dieser Busspur sowohl für den öV und somit schlussendlich für die Busfahrer als auch für die Gemeinde Schaan ein grosser Vorteil gewesen wäre.
Die zweite Kritik an der LIEmobil richtet sich gegen die neue Bushaltebucht entlang der Schaaner Postgasse in Richtung Vaduz.

Hinsichtlich der Bushaltebucht entlang der Schaaner Poststrasse wurde der Vorsteher von Schaan anlässlich eines Zeitungsberichtes dahingehend wiedergegeben, dass er sich gegen Busbuchten im Schaaner Zentrum ausgesprochen, jedoch den Kampf gegen den Verwaltungsrat der LIEmobil verloren habe.
Die LIEmobil wollte die zwei im Richtplan entlang der neuen Poststrasse vorgesehenen Bushaltestellen zu einer einzigen reduzieren, diese jedoch besser platzieren. Dies wurde abgelehnt mit der Begründung, dass es nicht möglich sei.
Aus diesem Grund müssen langfristig leider wieder zwei Haltestellen errichtet werden. Die nun kritisierte Haltestelle ist und war seit Jahren ausserdem auch im Richtplan der Gemeinde Schaan als Haltebucht vorgesehen. Die LIEmobil hat daher, entsprechend dem Schaaner Richtplan, den Bau der Busbucht gefordert. Die Haltestelle bei den LKW bzw. der ehemaligen LLB, war übrigens schon vorher eine Busbucht!
In Schaan hätte es ansonsten Richtung Vaduz keine einzige Busbucht mehr gegeben – und das in beiden Fahrtrichtungen! Damit ist niemandem gedient und der Verkehrsfluss wird völlig unnötig behindert, ohne dass der öV einen Vorteil daraus erzielen könnte. Der VR spricht sich dafür aus, dass sich Busbuchten und Fahrbahnhaltestellen möglichst abwechseln sollten.
Zudem hat die Regierung 2014 entschieden, dass keine weiteren Busbuchten aufgelöst und durch Fahrbahnhaltestellen ersetzt werden dürfen. Dies war die Folge, weil zuvor viele Jahre lang die bestehenden Busbuchten zu Haltestellen auf der Strasse umgebaut wurden.
Der Verwaltungsrat der LIEmobil vertritt klare Grundsätze und setzt sich seit Jahren für jede sinnvolle Massnahme zur Förderung des öffentlichen Verkehrs ein, aber nicht dafür, den Verkehrsfluss ohne Not zu bremsen, weil das letztlich auch für den öffentlichen Verkehr zu Nachteilen führt.

Der Verwaltungsrat der LIEmobil
Gerhard Häring, Karlheinz Ospelt, Johanna Noser, Claudio Frick,
Piotr Caviezel

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