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Leserbrief

Kälte 2

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 24. Oktober 2019

Nachdem wir nun also beim neuen «Weiss»-Magazin das Staunen neu lernen durften, hier noch etwas Tacheles. Vor allem die Aussage: Der Klimawandel stellt eine Bedrohung dar und wirke sich negativ auf unsere Umwelt und damit unser Leben aus, ist doch sehr bemerkenswert für eine Partei, welche sich zutraut, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Deshalb noch einmal für die Wähler der Freien Liste: Der Klimawandel ist eine ganz natürliche Angelegenheit. Den gab es immer, den gibt es immer und den wird es immer geben. Mal wird es kälter, dann wieder wärmer. Im Moment beginnt es wieder kälter zu werden. Der menschengemachte Anteil ist dabei verschwindend. Wenn man die Forschungen der vielen «politisch nicht instrumentalisierten Wissenschaftler» studiert, ist er sogar vernachlässigbar. Da schwätzt man den Menschen ein, das 2-Grad-Ziel müsse erreicht werden, um die Apokalypse abzuwenden. Südlich der Alpen ist es bereits seit Millionen von Jahren ein paar Grad wärmer als hier und dort leben erstaunlicherweise immer noch Mensch und Tier. Wenn sich Erwachsene von schulschwänzenden Kindern vor sich hertreiben lassen wie Dümmlinge, dürfen die sich nicht wundern, wenn sie morgen tatsächlich schon alle mausetot sind. Auf dieser Reise ins C02-Nirwana ohne Wiederkehr sollten sie aber noch auf den Weg mitnehmen, dass wenn wir morgen möglicherweise alle futsch sind, das C02 überhaupt keine Schuld trifft. Es ist diese inquisitorische Begriffsverzwickung zwischen Umweltschutz und Klimawandel, die uns vernichten wird. Umweltschutz wäre das Gebot. Es gibt kaum mehr Insekten, immer weniger Vögel, Bienen sind am Verschwinden, das Artensterben ist in seiner Endphase angekommen, die Meere sind überfischt, in der Tiermast gärt die nächste hartnäckige Spanische Grippe, Pestizide haben bereits in uns aller Blutbahnen einen festen Platz, die Spermienqualität junger Männer lässt sich auch mit Gretaschulschwänzen nicht verbessern usw. Alles Dinge, die wir gut ändern könnten. Das Dumme ist nur, man kann damit keine Steuern eintreiben. Dafür bietet sich der Klimawandel an und wer wird gegen eine C02-Steuer aufmucken wollen, wenn er doch damit die Welt retten kann. Und wer wird nicht den Politiker wählen, der verspricht, das Klima gründlich und nachhaltig zu retten, ihm also die ganze Verantwortung abnimmt? Und wer wird sich nicht jubelnd begeistern lassen und mit der Meute bellen, wenn lästige Leugner des menschengemachten Klimawandels auf den Scheiterhaufen geworfen und verbrannt werden?

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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