Leserbrief

Regierung verzerrt tatsächliche Situation

Hans Frommelt,Gapont, Triesen | 23. Oktober 2019

In Anzeigen bzw. Inseraten werden seitens der Regierung verschiedene Fragen und Antworten zum «Neubau Landesspital» aufgeführt. Für die Regierung ist das Spital wohl schon gebaut! Ein sachliches Zeitungsinserat müsste wohl eher lauten: «Spitalprojekt der Regierung».
Die Regierung hat sich beim Spitalneubau auf das Wille-Areal fixiert. Dazu meint die Regierung in einem Inserat, dass das Wille-Areal verkehrstechnisch gut erschlossen und zentral im Land gelegen ist. Das mag für das Auto zutreffen, aber nicht für öffentliche Verkehrsmittel, die LIEmobil.
Direkt vor dem Spital Grabs, Walenstadt und Chur gibt es Bushaltestellen. Praktisch alle Buslinien Liechtensteins führen am bestehenden Spital vorbei. Das heutige Spital ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Balzers, Triesenberg, Schaan, dem Unterland und auch von Buchs bestens erreichbar. Beim jetzigen Spital in Vaduz hat es eine Bushaltestelle direkt vor der Tür.
Zum Spitalneubauprojekt Wille-Areal der Regierung, total abseits aller Buslinien, müsste man ab Bushaltestelle circa 20 Minuten zu Fuss gehen – entlang einer äussert stark befahrenen Strasse. Bei Regenwetter und Schnee eine unmögliche Situation.
Die Regierung verzerrt in ihrem Inserat die tatsächliche Situation nicht wenig und gibt keine ausführliche Antworten auf die Frage der Erreichbarkeit des Spitalneubauprojektes auf dem Wille-Areal. Eine ehrliche Beantwortung müsste wohl eher lauten, dass man sich über die Verkehrserschliessung noch keine Gedanken gemacht hat. Bezüglich Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es im Grunde genommen keine brauchbaren Lösungsansätze. Warten wir ab, vielleicht liefert da die Regierung in Zeitungsinseraten noch Antworten zu dieser Feststellung.

Hans Frommelt,
Gapont, Triesen

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