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Leserbrief

Unser Spital dem Erdboden gleichmachen?

Die Unabhängigen (DU) | 16. Oktober 2019

In den vergangenen acht Jahren wurde ein zweistelliger Millionenbetrag in das bestehende Landesspital investiert. Dieses soll aber dem Erdboden gleichgemacht werden, wenn wir dem Neubau zustimmen.
Deutet dies nicht auf eine bodenlos freche Verschwendung von Steuergeldern hin? Ein Gebäude, das mit Sicherheit die bessere Bausubstanz hat als das immer noch junge Landtagsgebäude, soll ganz einfach verschwinden? Wie viele Länder würden sich die Finger abschlecken, hätten sie so ein Gebäude und Spital? Wie kommen Gesundheitsminister Pedrazzini und Stiftungsratspräsident Ritter auf die Idee, dass man die Probleme, die es im Gesundheitswesen gibt, mit einem Neubau des Spitals beseitigen kann?
Ein Neubau ist keine Garantie für optimale medizinische Versorgung. Optimale medizinische Versorgung hängt vielmehr und hauptsächlich davon ab, wie ein Spital betrieben wird. Nicht die Infrastruktur ist entscheidend, sondern Personal und Organisation – also der Betrieb.
Wir werden über die Investitionskosten für einen Spitalneubau abstimmen können, ohne das Geringste über die künftige Betriebsorganisation oder künftigen Betriebskosten zu wissen.
Wir werden also auch darüber abstimmen, was passiert, wenn das Landesspital den Konkurrenzkampf mit den umliegenden Spitälern, insbesondere Grabs, nicht überlebt.
Wenn das Landesspital im Neubau zugrunde geht, wie die private Klinik Medicnova kaputtgegangen ist, dann werden wir unser Landesspital als Institution wirklich dem Erdboden gleichgemacht haben.
Es spricht zu viel gegen einen Spitalneubau = darum Nein!

Die Unabhängigen (DU)

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