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Leserbrief

Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?

Franz SchädlerRossbodastrass 27, Triesenberg | 14. Oktober 2019

An der Landtagssitzung vom Sept. 2019 wurden div. Fragen betr. Sanierung des Gebäudes und dessen Fertigstellung aufgeworfen.
Vielmehr würden die Steuerzahler gerne erfahren, wer oder was die effektiven Ursachen der Schäden sind und warum diese die Steuerzahler berappen müssen. Schon im Nov. 2018 vermittelte die Presse, «da es für das Klinkermaterial in Verbindung mit der Konstruktionsweise kein Regelwerk der Bautechnik gebe, seien sich die seinerzeitige Baukommission des Landtages, die Regierung und das Hochbauamt des Materials- und Konstruktionsrisikos bewusst gewesen. Damit liegt der Fall der rechtlichen Durchsetzung der Mängelerhebung und das Prozessrisiko in erster Linie beim Auftraggeber». Daraus müssen wir schliessen, dass seitens des Auftraggebers keine üblichen S.I.A.- Verträge, welche die Prüfung, die Abnahme, die Garantieleistungen, die Mängelrüge und damit die Haftung und die Mängelbehebung regeln, abgeschlossen wurden. Hat die damalige Baukommission in der sich, wie oben erwähnt Laien, Regierungsmitglieder und Abgeordnete befanden, die Vertragsbedingungen bewusst umgangen bzw. ausgeklammert ?
Im Archiv finden wir wohl diverse Namen von Abgeordneten, die damals in der Baukommission mitgewirkt haben. Auch die damaligen Regierungsmitglieder und die Mitarbeiter des damaligen Bauamtes sind bekannt.
Wo wir aber an Grenzen stossen gibt es verschiedene Akten, die angeblich der 30jährigen Sperrfrist unterliegen. Sind das Entscheide und Beschlüsse, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen?
Viele Steuerzahler möchten hier Aufschluss über die diversen Fragen. Wer trägt die Verantwortung an diesem Schlamassel, welches lt. Presseberichten von 2018 mind. 2,5 Millionen und zukünftig jährlich mind. 200 000 Franken kostet. Sporadisch werden wir informiert, dass weitere Mängel entstehen.
Am 20. Sept.2019 lesen wir, dass auch die Klagemauer saniert werden muss.
Dies ist allerdings keine Neuigkeit, denn kurz nach Fertigstellung wurden bereits Flickarbeiten an der Mauerkrone vorgenommen.
Aufruf an die verantwortlichen Politiker: Legt endlich die kompletten Fakten offen auf den Tisch, damit sich die Bevölkerung ein abschlies­sendes Bild machen kann.
Vielleicht aber wissen die Verantwortlichen selbst keine abschlies­sende Antwort, oder wollen damit nicht rausrücken. Interessant ist allerdings die scheibchenweise Information oder nennen wir es besser Desinformation.
Politisch ist dafür jedoch ein gewisses Verständnis aufzubringen, da lt. damaligen Unterlagen in der Baukommission Abgeordnete aller politischen Parteien waren.
Für den ganzen Schlamassel werden die kommenden Generationen zu zahlen haben, mindestens jedoch so lange, bis ein Abbruch erfolgt, denn eine endgültige Sanierung kann bei diesem Objekt und unseren klimatischen Verhältnissen ausgeschlossen werden, da immer wieder neue Schäden auftreten.

Franz Schädler
Rossbodastrass 27, Triesenberg

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