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Leserbrief

Elektroauto schadet der Umwelt

Herbert Elkuch,Abgeordneter Neue Fraktion | 12. Oktober 2019

Zum Leserbrief von Hansjörg Nipp in der «Liezeit»:
In einem Leserbrief bezichtigt Herr Hansjörg Nipp einen Abgeordneten der Aussage falscher Tatsachen. Hr. Nipp streitet ab, dass E-Autos der Umwelt mehr schaden können, als die meistverkauften Benziner. Die Angaben des Abgeordneten im «Liezeit»-Artikel sind aber korrekt. Sie basieren auf dem «Argumentarium Elektromobilität aktualisiert v. 4.2, 04.10.2018», Bundesamt für Umwelt (BAFU) CH 3003 Bern und einer kleinen Anfrage von mir im Landtag (Google: elektrische energie herbert elkuch).
Zur Sache: Die Umweltbelastung wird mit Umweltbelastungspunkten, abgekürzt UBP, angeben. Gemäss dem erwähnten Argumentarium ist die Umweltbelastung eines Elektroautos gegenüber vielen Autos mit Verbrennungsmotoren höher. Erdgasauto im Flottendurchschnitt: 302 UBP pro vkm; Benzinauto im Flottendurchschnitt: 374 UBP; Elektroauto 20KWh, Schweizer Strommix: 407 UBP! Selbst mit schweizerischem Fotovoltaik-Strom ist das E-Auto mit 369 UBP deutlich umweltschädlicher als das meistverkaufte Benzinauto mit 350 UBP. CO2-eq-Ausstoss für E-Auto: 154g/km. Zur Batterieherstellung für ein Elektroauto steht im Argumentarium: Model Tesla S: Treibhausgas­emission 9090 kg CO2-eq und 31 100 000 Umweltbelastungspunkte. Zum Feinstaub: Bundesministerium für Umwelt, 11055 Berlin, Stand Aug. 2019, Titel: «Wie umweltfreundlich sind Elektroautos»: Elektro-Autos entwickeln herstellungsbedingt mehr Feinstaub als Autos mit Verbrennungsmotoren.
In seinem Rundumschlag drescht Hr. Nigg auch auf das Bundesamt in Bern ein: «Die Angaben der Umweltbelastungspunkte nach BAFU stimmen nicht mit den aktuellsten Zahlen überein.» (Argumentarium ist vom 4.10.2018!)
Die Umwelt- und Klimamassnahmen haben zum Ziel, bis 2050 die fossilen Brennstoffe zu eliminieren. Stattdessen soll Strom verwendet werden. Logisch ist, dass der Umbau zuerst dort stattfinden soll, wo das Potenzial grösser, bewährte Technik vorhanden und die Effizienz besser ist. Gemäss Antwort der Regierung werden derzeit im Verkehr 270 000 bis 300 000 MWh fossiler Brennstoff verbrannt. Die Heizungen verheizen 400 000 MWh fossile Brennstoffe. Bei einer Umstellung auf Wärmepumpen sinke der Energiebedarf auf ca. 115 000 MWh. Das ist so, weil die Wärmepumpe gut 2/3 der gelieferten Wärme der Umgebung entzieht. Eine Wärmepumpe wird direkt ans Netz angeschlossen, ohne Batterie dazwischen. Für E-Autos müssen sehr teure und äusserst umweltschädliche Batterien hergestellt und entsorgt werden. Dazu kommt, Ladegerät und Batterie verbrauchen noch nutzlos Strom für sich selbst. Deshalb werden wir (Neue Fraktion, DpL) auf Regierung und Landtag einwirken, dass den energiesparenden, umweltschonenden und effizienteren Lösungen Vorrang eingeräumt wird. Ich habe nichts gegen Elektroautofahrer, jeder soll das ihm passende Auto kaufen. Jedoch die «Subventionierung» von E-Autos ist unnötig, wir haben genug Autos auf der Strasse. Nur wenig diskutiert, aber mit der Energiewende sollte auch die Eigenversorgung mit Strom verbessert werden.

Herbert Elkuch,
Abgeordneter Neue Fraktion

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