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Leserbrief

Bund ruft zur Frauenwahl auf

Für die Initiative «HalbeHalbe»: Walter Kranz, St-Luzistr. 12, Vaduz | 9. Oktober 2019

Wow, was die Eidgenossen doch alles hinkriegen! Ein paar Tage, nachdem die eidgenössischen Räte den Schweizer Männern den bezahlten Vaterschaftsurlaub eingeräumt haben, lese ich im Tagesanzeiger vom 1. Oktober: «Bund ruft zur Frauenwahl auf.» Das eidgenössische Departement des Innern (EDI) hatte geschrieben, das Ziel sei halbe-halbe, ein Parlament, in dem Frauen und Männer gleichermassen vertreten sind. Diese Botschaft aus dem EDI ist eine wertvolle Unterstützung für das Ziel einer ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in den Schweizer Parlamenten. Stellungnahmen dieser Art würden wir uns in Liechtenstein wünschen; vergleichbare Institutionen wären das Ressort Inneres, bzw. Kommissionen dieses Ressorts. Natürlich sind ermutigende Worte auch aus allen anderen Ressorts und von allen Politikerinnen und Politikern willkommen.
Im dem genannten Artikel der «NZZ» steht auch, dass dieses Jahr 40,3 Prozent der Kandidierenden für den National- und Ständerat Frauen sind. Im Jahr 2015 waren es noch 34,5. Prozent. Herzliche Gratulation zum Fortschritt, euch Eidgenossen!
Dafür setzen wir uns ein: «Alle Landesangehörigen sind vor dem Gesetze gleich. Die öffentlichen Ämter sind ihnen unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen gleich zugänglich.» So lautet Art. 31, Absatz 1, der Liechtensteiner Landesverfassung. Die Initiative «HalbeHalbe» strebt an, dass die Verfassung mit dem Satz ergänzt wird: «Die ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in politischen Gremien wird gefördert.»

Für die Initiative «HalbeHalbe»: Walter Kranz, St-Luzistr. 12, Vaduz

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