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Leserbrief

Dorfzentrums- Erweiterung – Teil 1

Klaus Schädler,Hagstrasse 12, Triesenberg | 7. Oktober 2019

Das in den Jahren 1975 bis 1980 unter Vorsteher Alfons Schädler und von Architekt Hans Walter Schädler geplante und realisierte Triesenberger Dorfzentrum bietet seit 1980 alles, was man sich nur wünschen kann. Seit vor nunmehr zehn Jahren auch noch ein Vereinshaus und das Pflegewohnheim Sankt Theodul mit integrierter Gemeindeverwaltung dazu kam, ist das Zentrum sozusagen komplett. Jetzt sollen aber – gemäs dem am letzten Freitag vorgestellten «Ideen-Wettbewerb» und dem vom Gemeinderat erkoreneen Siegerprojekt – zwei der 1980 eröffneten Gebäude dem Erdboden gleichgemacht werden. Dort wo bis vor wenigen Jahren im EG die Post untergebracht war (heute Denner-Laden) und im Obergeschoss zwei Arztpraxen, dort sollen neu Parkplätze entstehen. Auch das 1980 eröffnete Museumsgebäude mit integrierten Präsentationsraum (Wurzelplastiken) und Multivisionsraum (mit Verbindung zur Galerie über dem Dorfsaal), soll der Spitzhacke zum Opfer fallen. Auch hier sollen Parkplätze entstehen – und Platz für ein vielleicht einmal jährlich stattfindendes Dorffest, oder auch ein Platz für alle zehn Jahre in Triesenberg stattfindende Festlichkeiten wie Verbandsmusikfest, Bundessängerfest oder auch für den Landes-Feuerwehrtag.
Von diesen Parkplätzen aus hätte man dann – zwischen dem Hotel Kulm und dem 2009 realisierten Vereinshaus – einen schmalen Durchblick auf das schöne Rheintal.
Wenn wir schon 237 000 Franken ausgegeben haben, um von sechs verschiedenen Architekturbüros Ideen zur «Triesenberger Dorfzentrumserweiterung» zu erhalten, dann erwarte ich bessere Vorschläge als dieses «Siegerprojekt». Die drei alten Walser-Häuser auf der Ostseite der Schlossstrasse als zusammengehörendes «Ensemble» stehen zu lassen, ist eine Sache, die man diskutieren kann. Dann aber rund die Hälfte des 1980 eröffneten und in sich stimmigen Dorfzentrums abzubrechen, um dort talseitig der Schlossstrasse Parkplätze zu schaffen, das ist in meinen Augen unverantwortlich. Dass der Gemeinderat der angeblich finanzschwächsten Gemeinde des Landes ein solches Projekt weiterverfolgen und gegebenenfalls realisieren will, ist realitätsfremd und wird in Triesenberg bei einem eventuellen Einbezug der Bevölkerung sicher viel zu diskutieren geben.

Klaus Schädler,
Hagstrasse 12, Triesenberg

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