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Leserbrief

«Warum nicht mal von den Weltmeeren reden?»

Susanne Ospelt,Rüfenstrasse 5, Schaanwald | 4. Oktober 2019

Zum Klimawandel gehört nicht nur der CO2-Ausstoss, den man hauptsächlich den Autofahrern anlastet. Das ist der kleinste Anteil, der am schnellsten zu reduzieren ist. Warum redet man nicht einmal von den Weltmeeren. Es sind immerhin 70 Prozent der Erdoberfläche, die die Meere ausmachen. Ausser dem Plastikmüll gibt es noch andere verheerende Umweltsünden, die den CO2- Ausstoss ausmachen. Zum Beispiel die Kriegswracks wie Flugzeuge, U-Boote, Schiffe etc., die noch voll betankt sind.
In der «Süddeutschen Zeitung» vom Juli 2017 heisst es: Drei Viertel dieser Schiffsleichen stammen aus dem Zweiten Weltkrieg. Vor der Welt liegen tickende Zeitbomben, von denen die Öffentlichkeit bisher kaum etwas ahnt: 6300 Wracks, gesunken im Zweiten Weltkrieg, verrosten seit mehr als 70 Jahren im Meer. Es wird vermutet, dass in diesen Wracks noch eine Öl-Menge von bis zu 15 Millionen Tonnen verblieben ist. Da sind ausserdem noch die verschiedenen restlichen Munitionen, die auch nicht gerade super sind. 2018 kam es auf den Weltmeeren zu 46 Totalverlusten von Schiffen, während in den vorangegangenen zwölf Monaten noch 98 Fälle zu beklagen waren.
Dann ist da noch die Überdüngung, die Atomlagerung und sonstige von Menschenhand/der Wirtschaft und Industrie produzierten Abfälle, die in den Weltmeeren sind. Was da noch alles von der Industrie in die Meere fliesst, kann jeder selbst nachlesen.
Leider wird Hauptsächlich vom Plastikmüll gesprochen. Wenn wir alles zusammennehmen, dann sind die Weltmeere nichts anderes mehr als ein riesiger Abfallkübel für die Menschheit. Denke, dass ist die grössere Gefahr im Moment. Denn irgendwann – und zwar in absehbarer Zeit – werden die Container/Kanister und die Munition gleichzeitig aufbrechen.
Es gibt noch Unzähliges mehr, das die Weltmeere belastet. Dann haben wir wirklich eine riesen Sauerei, die nicht mehr zu beseitigen ist.

Susanne Ospelt,
Rüfenstrasse 5, Schaanwald

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