Leserbrief

Kein Nein- Komitee in Sicht?

Die Unabhängigen (DU) | 19. September 2019

Am Dienstag prangte auf der Frontseite des «Vaterland» die Überschrift «Landesspital: Kein Nein-Komitee in Sicht». Das kann nur das Wunschdenken der Vaterländischen Union, FBP, DPL und vor allem der Herren Ritter und Pedrazzini zum Ausdruck gebracht haben. Meint man tatsächlich, dass es keine Gegner gäbe, wenns kein Nein-Komitee gibt? Hätte die «Vaterland»-Redakteurin Manuela Schädler genau hingehört, wäre ihr sicher aufgefallen, dass es sogar zwei kritisch argumentierende Gegenstimmen aus dem VU-Lager gab. Vielleicht wäre es einfach mal angebracht, dass unsere Medienvertreter sich die rasant ändernde Spitallandschaft über dem Rhein zu Gemüt führen, anstatt einfach Parteidogma aufs Papier zu bringen. Was hat sich denn so gravierend verändert, das erlauben würde, dass man jetzt, gerade mal acht Jahre nach dem vom Volk klar verworfenen Spitalverpflichtungskredit wieder mit den gleichen Argumenten kommt? Wurden in den vergangenen acht Jahren nicht zweistellige Millionenbeträge in das bestehende Landesspital, in neue OP, Notfallstationen und eine Cafeteria gesteckt?
Dem Dach des alten Landesspitals ist jedenfalls mehr zu trauen als jenem des neuen Landtagsgebäudes. Das Spital ist dichter als der Landtag.
Genau jetzt sollte man gescheiter die letzte Möglichkeit nutzen, für unser Spital eine Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital in Grabs zu suchen. Die Zeit dafür ist mehr als nur reif. Man muss nur wollen!
Noch einmal: «Zerscht baua, denn hirna» – diese Strategie kennen wir doch schon zur Genüge in unserem Land, wir sollten sie überdenken. Geben wir doch dem jetzigen Spital und seinen Verantwortlichen die Chance, sich über einen drei- bis fünfjährigen Zeitraum zu bewähren und eine vernünftige Zusammenarbeit mit Grabs auszuhandeln.
Wenn jetzt sogar von einer neuen Super-Gebärstation in Vaduz die Rede ist, sollten die Befürworter dieses Unterfangens wenigstens so ehrlich sein, uns zu sagen, wer schlussendlich die erhöhte Krankenkasse-Zeche bezahlt?
Mit dem neuen Spitalprojekt wird dem Volk ganz einfach wieder Sand in die Augen geworfen. Bei den Unabhängigen ist der Tenor klar: Alter Wein in neuen Schläuchen. Mit dem Kiesgruben-Gesülze der verantwortlichen Herren Ritter und Pedrazzini ist unserem Volk nicht gedient.


Die Unabhängigen (DU)

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