Leserbrief

Antwort auf Walsers Kommentar ...

Adi Noventa, Pradafant 11, Vaduz, ehemaliger Junior und Spieler des FC Vaduz | 14. September 2019

... in der Rubrik «Ansichten»: Reinhard Walser hat in vielem Recht, so auch dieses Mal mit seiner gestern unter der Rubrik «Ansichten» geäusserten Einschätzung der Seele eines FC Vaduz, beziehungsweise mit dem Fehlen einer solchen. Ich bin kein Experte für Compliance, noch nicht, aber ich weiss, dass ein Fussball-Club ein Aushängeschild als Präsidenten braucht, nicht nur einen Angestellten eines anonymen Gebildes mit kaufmännischen Kenntnissen. Ob zudem ein zur Diskussion stehendes Doppelamt den Regeln des SFV oder der UEFA widerspricht, weiss ich auch nicht.
Patrick Burgmeier ist zwar unbestritten ein fähiger Mann, sogar ein netter Mensch, der sich kompetent einsetzt. Aus der Sicht des Haupt-sponsors macht es durchaus Sinn, den Geschäftsführer gleichzeitig zum Präsidenten zu machen. Die Entscheidungen werden aber weiterhin in einem anderen Büro gefällt. Am schrägsten war übrigens dieser unhaltbare Umstand zur Zeit des «Präsidenten» Albin Johann, Leiter des FL-Büros des Hauptsponsors mit einem Spion auf der Geschäftsstelle.
Ruth Ospelt hat es im Ansatz eigentlich gut gemacht, aber sie ist eine Frau, im Fussball immer noch ein Nachteil, und sie ist nicht die ganz grosse Netzwerkerin, zwar ein Mensch mit sozialer Kompetenz, die es immerhin verstand eine gute Atmosphäre zu verbreiten. Sie war eine mutige Entscheidung aus der Sicht beider Parteien und sicher eine gute Erfahrung für alle Beteiligten.
Ohne den Hauptsponsor, beziehungsweise dessen erdrückenden Einfluss, Nimbus und dessen Auswirkungen, aber mit einer engen Zusammenarbeit mit dem eigenen Verband könnte der FC Vaduz wieder eine Ausstrahlung bekommen, vielleicht auch nur in einer 1. Liga Promotion, aber mit einem gesteigerten Anteil von Einheimischen. Vielleicht bekäme der FCV so wieder etwas wie eine Nachwuchs-Abteilung, die einen solchen Namen auch verdient. Aber qualifizierte Kinder- und Nachwuchstrainer haben ihren Preis.
In einem Anfall von Arbeitswut habe ich kürzlich einmal, ohne Auftrag selbstverständlich, Alexander Ospelt, den Unternehmer des Jahres, auf das Präsidium angesprochen und am selben Tag noch den Alt-Bürgermeister, Karl-Heinz Ospelt. Manfred Moser, das Urgestein, wäre zudem ein fähiger Kandidat mit einem grossen Leistungsausweis.
Der FC Vaduz bewegt sich in die falsche Richtung, nicht erst seit heute. Reinhard Walser, zwar ein alter Profi, hat in seiner Botschaft ein sehr junges Konzept skizziert, wie ein Verein, eine Partei oder eine Firma heute arbeiten muss. Wäre er selbst mit seinem Verstand und seinem Charisma nicht auch eine Überlegung wert?
Ich finde, mehr als das.

Adi Noventa, Pradafant 11, Vaduz, ehemaliger Junior und Spieler des FC Vaduz

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