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Leserbrief

«Murphy’s Law» und der Neubau

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell | 12. September 2019

Wer bald über den «Spital-Neubau» an der Urne entscheiden will, hätte die Möglichkeit, diesem Vorhaben noch aus einer sicher «haarsträubenden» Sicht auf den Zahn zu fühlen.
Schon mal etwas von «Murphy’s Law» gehört? Es besagt: «Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.»
Der Raketen-Ingenieur Murphy war übrigens nicht der erste Wissenschaftler, der die «Unfähigkeit» vieler Menschen «Erfahrungswissen zur Fehlervermeidung» zu nutzen, erkannte! Auch Albert Einstein verfügte über die Genialität, die «Gesetze der Heuristik, Empirik und Morphogenetik» zu verstehen und zu erkennen, dass es «Wahnsinn» ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Ergebnisse erwartet.
Ergo müsste es sich lohnen, vor einer Entscheidung an der Urne nach heuristischen Prinzipien «Korrelationen in gewissen Aspekten» zwischen dem «Klinik-Skandal KH Nord» in Wien und dem, was beim Spital-Neubau in Liechtenstein «passieren» kann, herzustellen.
Kein grosser Aufwand in Zeiten von «Online-Recherche»!
Dabei kommen dann so «altbekannte» Aussprüche zum Vorschein wie der von Bundesminister Gernot Blümel: «Die U-Kommission zum KH Nord ist zu Ende, die Aufklärung jedoch noch lange nicht. Denn zahlreiche Fragen zu einer der grössten Steuergeldverschwendungen der Wiener Stadtgeschichte sind nach wie vor offen. Daher geht es nun um die Konsequenzen auf politischer und strafrechtlicher Ebene.»
Und auch das, was die frühere Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger als «Erklärung für Fehlverhalten ablieferte, war doch schon ähnlich aus liechtensteinischen Mündern zu hören: «Es gibt Spielregeln und es gibt Leute, die halten sich daran und es gibt Leute, die halten sich nicht daran. Du kannst mit dem besten Kontrollsystem nicht ausschliessen, dass jemand etwas falsch macht.»
Folgende Ergänzung von «Murphy’s Gesetz» – «(...) Man findet immer jemanden, der es wieder in Ordnung bringt.» – wird Sie vielleicht versöhnlicher stimmen, wenn Sie in ein paar Jahren auf «Pleiten, Pech und Pannen» beim Spitalbau blicken und das Ergebnis dann doch als ein «Musterbeispiel für höchste Qualität an Medizintechnik und Wohlgefühl» gepriesen wird.
Ich jedenfalls hatte damals meinen Spass, als ich bei meinem Ferienjob auf dem Bau mit einer «fetten» Hilti ein «vergessenes» Fenster aus einer Ziegelwand stemmen durfte ...

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell

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