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Leserbrief

Lügenbaron von Vaduzhausen?

Kurt Alois Kind,Postfach 112, Eschen | 11. September 2019

Es war doch herrlich zu beobachten, wie der ganze Landtag die Spitalvorlage des zuständigen Ministers kritisch zur Kenntnis genommmen hat. Das Ergebnis ist eine Volksabstimmung!
Der Höhepunkt war die Aussage des Ministers, dass man den Lärm mit Lärmschutzwänden komplett reduzieren kann. Jeder kennt es, wenn Harleyfahrer um Mitternacht vorbeifahren, dann nützen weder Lärmschutzwände noch Schallschutzfenster etwas. Für wie dumm halten Sie das Volk, Herr Minister?
Ist es vorteilhaft für die Genesung der Patienten, in einem Raum zu liegen, ohne ein Fenster öffnen zu können? Wie die Vergangenheit zeigt, sind sämtliche Prognosen und Tabellen nichts wert! Der logische Verstand des Volkes ist nun gefragt! Drei Punkte müssen bei einer Volksabstimmung erfragt werden, bei denen nur ein Kästchen angekreuzt werden darf:
1. Ich will, dass ein neuer ruhiger Standort in einer anderen Gemeinde gesucht wird und ein neues Spital gebaut wird!
2. Ich will, dass kein neues Spital gebaut wird.
3. Ich will, dass das Spital beim Wille-Areal gebaut wird.
Zu 1.: Nachdem die Gemeinde Vaduz kein würdiges ruhiges Grundstück zur Verfügung stellt und auch kein Geld dafür aufbringen will, damit das Spital in Vaduz bleibt, ist es nur gerecht, dass in einer anderen Gemeinde ein neuer und besserer Standort gefunden wird.
Vaduz gibt keinen Rappen an das Spital, obwohl die Vaduzer über eine halbe Milliarde auf der hohen Kante haben. Die sieben Millionen Beitrag kommen aus einer Stiftung! Somit trägt Vaduz selbst keinen einzigen Franken bei. Warum soll man als Liechtensteiner Bürger nach Vaduz kommen und das Städtle beleben, wenn sie so geizig sind!?
Zu 2.: Diesem Wähler ist klar, dass zukünftig noch mehr Millionen an umliegende Krankenhäuser für Personal und Infrastruktur bezahlt werden müssen und dadurch die Eigenständigkeit abgegeben wird.
Zu 3.: Der Wähler nimmt in Kauf, dass das Spital an der verkehrsreichsten Strasse von Liechtenstein gebaut wird und es ist ihm bewusst, dass die Fenster wegen des Lärms nicht geöffnet werden können. Ich sehe allerdings nicht ein, dass wir übrigen Liechtensteiner so eine Fehlentscheidung finanzieren sollen, nur weil ein einziger Minister keinen geeigneten Platz für das Spital organisieren wollte!
Diese drei Punkte müssen in der Volksabstimmung integriert sein, sonst ist die Loyalität vom Landtag zum Volk nicht gewährleistet. Das Resultat daraus ist das, was das Volk will! Landtag und Regierung haben sich danach zu richten!

Kurt Alois Kind,
Postfach 112, Eschen

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