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Leserbrief

Fragwürdige Vorgehensweise

Carmen Sprenger-Lampert,Landstrasse 333, Triesen | 7. September 2019

Mit 17 Jastimmen genehmigte der Landtag den Verpflichtungskredit für den Neubau eines Landesspitals; einstimmig wurde die Durchführung einer Volksabstimmung beschlossen.
Normalerweise wird in der Wirtschaft für eine Fremdfinanzierung ein detaillierter Businessplan gefordert, welcher bei 65,5 Millionen Franken sehr ausführlich sein müsste. Im Fall des Verpflichtungskredites für den Spitalneubau scheinen andere Vorgaben zu gelten. Vielleicht erübrigt die Tatsache der gut gefüllten öffentlichen Kassen diese Anforderung? Stattdessen wird die Verantwortung an das Volk abgetreten und in naher Zukunft werden die Stimmberechtigten an die Urne gebeten. Unter der aktuellen Informationslage befürchte ich, dass sich das Volk neuerlich für ein Nein entscheidet. Es fehlt an konkreten und fundierten Zahlen, strategischen Informationen usw. Da nützt es auch nichts, wenn kommuniziert wird, dass Geburten in Vaduz wieder möglich wären. Auch ist es nett, wenn LLS-Patienten positiv über ihre Eigenerfahrungen berichten. Nette Worte, Wenn und Wäre sind schlechte Begleiter in Bezug auf eine nachhaltige, möglichst optimale Lösung in einer sehr komplexen Thematik. Weshalb wurde der Antrag aufgrund unzureichender Informationen nicht zurückgestellt? Diese sehr wichtige Thematik hätte ein professionelleres Vorgehen verdient! Was nicht ist, kann ja noch werden. Aufgrund der drängenden Zeit scheint diese Hoffnung allerdings unrealistisch zu sein.

Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

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